Volkshilfe Wien: Neues Tageszentrum in der Donaustadt unterstreicht soziale Verantwortung

Eröffnung der neuen Sozialeinrichtung „NORD_light“ für obdach- und wohnungslose Menschen in der Donaustadt schließt eine Lücke und schafft sichereren Rückzugsort.

Wien (OTS) - „Hinsehen, wo andere wegsehen – helfen, wo sich andere taubstellen. Das ist das Credo der Volkshilfe Wien und unser zentraler Ansatz der Wohnungslosenhilfe“, beschreibt der Präsident der Volkshilfe Wien, Rudolf Hundstorfer das Grundanliegen des sozialen Engagements der Volkshilfe Wien und die Umsetzung des Projekts.

Das Tageszentrum NORD_light dient als erste Anlaufstelle und sicherer Rückzugsort für die betroffenen Personen. Das NORD_light bietet als neue Sozialeinrichtung für Wohnungslose nördlich der Donau Duschen, Waschmaschinen und eine Kleiderausgabe sowie Mahlzeiten und die Möglichkeit zur Abkühlung in den heißen Sommermonaten.

„Das engmaschige soziale Netz ist ein Hauptgrund für die Lebensqualität in unserer Stadt. Mit diesem Tageszentrum schaffen wir einen Rückzugsort für die Betroffenen und einen wichtigen ersten Anker, um wieder Perspektiven für diese Menschen zu entwickeln“, zeigt sich Sozialstadtrat Peter Hackererfreut über das neugeschaffene Angebot.

Martina Plohovits, Fachbereichsleiterin Betreutes Wohnen des Fonds Soziales Wien, lobt das große Engagement von allen Beteiligten: „Das Zusammenspiel mit unserem Partner Volkshilfe Wien ist für uns von nachhaltiger Bedeutung. Ich möchte auch den persönlichen Einsatz der MitarbeiterInnen vor Ort besonders hervorheben.“

Niederschwellige Angebote im Rahmen der Wiener Wohnungslosenhilfe helfen obdachlosen Menschen rasch und unkompliziert, ihre Grundbedürfnisse abzudecken – ungeachtet ihrer Herkunft.

„Die Volkshilfe Wien ist dankbar für die großartige Unterstützung seitens des Fonds Soziales Wien und der Stadt Wien, sowie durch den Bezirk Donaustadt“, unterstreicht die Geschäftsführerin des Volkshilfe Wien, Tanja Wehsely, die erfolgreiche Zusammenarbeit beim Aufbau der neuen niederschwelligen Betreuungseinrichtung für Obdachlose nördlich der Donau.

„Unser Tageszentrum ist ein sicherer Hafen für Frauen und Männer, die auf der untersten Sprosse der sozialen Leiter gelandet sind und mit schwierigsten Lebenssituationen zu kämpfen haben“, beschreibt die Leiterin der Einrichtung, Alena Mach, die soziale Ausgangslage der KundInnen und führt weiter aus: „Unsere Einrichtung fängt die Menschen auf und unterstützt sie. Anstatt sie fallen zu lassen können sie sich bei uns ausruhen und wieder auf die Beine kommen.“

Unterstützung für das Projekt kommt auch vom Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy: „Es gibt leider auch im Jahr 2019 noch immer Menschen für die saubere Bettwäsche und Hygieneartikel einen Luxus darstellen. Das ist nicht nur sehr traurig – sondern auch eine Mahnung an uns als Gesellschaft die soziale Verantwortung wahrzunehmen und von Obdachlosigkeit betroffene Personen nicht ihrem Schicksal auf der Straße zu überlassen.“

Das Tageszentrum bietet seit dem Sommer 2019 einen Aufenthaltsraum, sowie Essen, Getränke und Kleider für wohnungslose Menschen. Es stehen 4 Ruheräume mit insgesamt 16 Betten als Rückzugsräume zur Verfügung. Davon ist ein separater Raum ausschließlich für Frauen reserviert.

KundInnen werden vor Ort mit einfachem Essen sowie mit Getränken versorgt. Das NORD_light bietet zudem die Möglichkeit die eigene Wäsche zu waschen und zu trocknen. In den Sanitärräumlichkeiten werden Duschen und WCs für Frauen und Männer getrennt angeboten. Bettwäsche, Handtücher und Hygieneartikel werden ebenso zur Verfügung gestellt.

Kundinnen und Kunden können ihre Kleidung und Habseligkeiten in Spinden verwahren und Wertsachen, wie auch Dokumente, beim Personal hinterlegen.

Angebote wie das Tageszentrum NORD_light gehören zum niederschwelligen Angebot der Wiener Wohnungslosenhilfe und sind ein erster Schritt den betroffenen Personen wieder in einen geregelten Alltag zu helfen. Ziel der Wiener Wohnungslosenhilfe ist es, einer Verfestigung der Obdachlosigkeit vom ersten Tag an entgegenzuwirken, mit den Personen Perspektiven zu erarbeiten, damit sie wieder selbstbestimmt wohnen können.

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