Grüne: Kaineder: Tschechiens Temelinpläne bedrohen auch die nächsten Generationen

Die einzige Alternative zu Öl, Gas und Kohle sind nicht mehr Atommeiler, sondern die Erneuerbaren Energieträger

Linz (OTS) - „Es klingt wie ein mieser Witz, ist aber von der tschechischen Regierung offenbar bedrohlich ernst gemeint. Das AKW Temelin soll bis 2060 laufen und man wolle eine unbefristete Betriebsgenehmigung beantragen. Für jenes Pannenkraftwerk also, das 60 Kilometer von Oberösterreich entfernt ist, unzählige Störfälle hinter sich hat und die Menschen nicht nur im Grenzgebiet seit Jahrzehnten bedroht. Werden diese Pläne umgesetzt, schwebt dieses Damoklesschwert auch über den Köpfen der nächsten Generationen. Es ist ein Anlauf in die atomare Katastrophe. Wir müssen alle Register ziehen, um das verhindern und diese Gefahr zu bannen“, betont der stellvertretende Grüne Bundessprecher Stefan Kaineder zu den Plänen Tschechiens.

Laut Temelin-Betreiber sei das AKW in guter Kondition. „Diese flapsige Bezeichnung ist alles andere als beruhigend. Es geht hier nicht um einen Dauerlauf, den man abbricht, wenn man nicht mehr kann. Es geht um eine atomare Katastrophe und Menschenleben, wenn das AKW zusammenklappt. Es scheint als hätte es für die Atomlobby Tschernobyl und Fukushima nie gegeben“, betont Kaineder.

Ebenso bedrohlich sind die Pläne Tschechiens, die Atomkraft in Tschechien grundsätzlich weiter auszubauen. „Tschechien gehört leider zu den Staaten, die die Renaissance der Atomkraft massiv vorantreiben. Man ignoriert damit nicht nur die unkalkulierbaren Risiken, die Bedrohung der Bevölkerung und die zunehmende Ablehnung der Kernkraft. Man ignoriert auch ihre Unwirtschaftlichkeit. Denn ohne massive Subventionen wäre die Atomkraft völlig unrentabel“, betont Kaineder und sieht nur eine Alternative zu den fossilen Energieträgern:
„Natürlich müssen wir raus aus Öl, Kohle und Gas. Aber sie durch noch mehr Atomkraftwerke zu ersetzen, ist der blanke Irrsinn. Wir müssen Kraft und Geld in die Erneuerbaren Energieträger investieren und deren Ausbau noch viel intensiver forcieren. Sie sind das nebenwirkungsfreie Rezept gegen den Klimawandel und auch eine tatsächliche Chance für die Wirtschaft. Atomkraft war gestern und ist Retro – bei einigen ist das leider noch nicht angekommen“, betont Kaineder.

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