Korosec: Arbeitslose 50plus brauchen mehr Unterstützung!

Die Generation 50 plus bleibt trotz sich entspannender Situation am Arbeitsmarkt weiterhin auf der Strecke.

Die Situation für ältere Arbeitssuchende verschärft sich zusehends. Weiterhin sind knapp 100.000 Menschen über 50 arbeitslos. Noch dazu werden immer mehr Menschen von ihren Arbeitgebern in die Pension gedrängt, sei es nun mit mehr oder weniger Druck
Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes

Wien (OTS) - Obwohl die Arbeitslosigkeit laut den heute veröffentlichen Arbeitsmarktzahlen in Österreich bereits zum 30. Mal in Folge zurückgeht, ist Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec alarmiert. „Seit Februar 2017 entspannt sich die Situation am Arbeitsmarkt. Wer aber wieder nichts davon spürt, ist die Generation 50plus. Ältere Menschen bleiben trotz Aufschwung auf der Strecke“, betont sie. Obwohl der Anstieg im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen ist, waren im Juli 2019 immer noch 1,6 Prozent mehr ältere Menschen arbeitslos als im Jahr davor. Das ist ein Zuwachs von 1.528 Personen, insgesamt sind 94.163 Ältere arbeitslos. Das sind 29 Prozent der Gesamtarbeitslosen. „Die Situation für ältere Arbeitssuchende verschärft sich zusehends. Weiterhin sind knapp 100.000 Menschen über 50 arbeitslos. Noch dazu werden immer mehr Menschen von ihren Arbeitgebern in die Pension gedrängt, sei es nun mit mehr oder weniger Druck“, hebt Korosec hervor und bezieht sich dabei auf eine aktuelle Studie im Auftrag der Plattform seniors4success. „Die Zahl der arbeitslosen Älteren wächst weiter und das trotz eines Anstiegs an offenen Stellen. Das Arbeitsmarktklima für ältere Menschen ist somit weiterhin sehr angespannt“, urteilt sie.

Den überdurchschnittlichen Anstieg der älteren Schulungsteilnehmer um 6,5 Prozent wertet Ingrid Korosec als vermehrten Einsatz des AMS, die Generation 50plus verstärkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Schulungen allein reichen aber nicht aus. Die Anstrengungen des AMS müssen sich noch mehr auf ältere Arbeitssuchende konzentrieren“, so die Seniorenbund-Präsidentin. Erfreulich hingegen ist für Ingrid Korosec der verhältnismäßig starke Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit insgesamt 4,5 Prozent liegt Österreich in diesem Bereich auch weit unter dem EU-Durchschnitt von 6,3 Prozent.

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