FSG-Mum: ÖGK-Gutachten besteht aus zweifelhaften Zahlenspielen

Berechnungen mehr als zweifelhaft - nur Annahmen, keine Fakten

Wien (OTS) - „Das Gutachten zu den Einsparungseffekten in der Österreichischen Gesundheitskasse besteht großteils aus zweifelhaften Zahlenspielen“, analysiert Dr. David Mum, Sozialversicherungsexperte und Mitglied im Überleitungsausschuss der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG). ++++

Mum kommt nach Prüfung des Gutachtens zum Schluss: „Das Gutachten zur Mega-Fusion der Krankenkassen hat gerade einmal 29 Seiten. Zum Vergleich: Die LSE-Studie, die die Weiterentwicklung der Sozialversicherung geprüft hat, hatte etwa 1.500 Seiten. Hier werden unseriöse Zahlenspielereien durchgeführt, die der Realität nicht standhalten.“

Die Autoren des Gutachtens haben großteils keine eigenen Berechnungen angestellt, sondern beziehen sich auf die von der Wirtschaftskammer 2017 in Auftrag gegebene c-ALM-Studie. c-ALM ist kein Experte für den Bereich der Sozialversicherung, sondern für Asset-Liability-Lösungen, also die Abstimmung von Verbindlichkeiten und einer passenden Veranlagung bei kapitalgedeckten Vorsorgewerken. Auch c –ALM kam in der Studie „Effizienzpotenziale in der Sozialversicherung“ 2017 zu ihren Ergebnissen nicht durch eine Analyse der Tätigkeiten in SV-Trägern sondern durch simple Berechnungen unter unseriösen Herangehensweisen, die als Einsparungspotential das niedrigstmögliche Verhältnis von Personal zu Versicherten darstellen.

„Die herbeikonstruierten Einsparungspotentiale sind real nicht nachvollziehbar und schwanken absurderweise zwischen Null und 57 Prozent“, so Mum.

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FSG in der ÖGK
Daniel Gürtler
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