Stakeholder legen auf dem Climate Change Forum der Geneva Association Prioritäten und Aktionsplan fest

Zürich (ots/PRNewswire) - Die Entwicklung und Skalierung der Integration der nächsten Generation von Risikomodellen erfordert eine branchenübergreifende Zusammenarbeit, bei der die Versicherungswirtschaft eine entscheidende Rolle als Risikomanager und Investor spielt. So lautete eine wichtige gewonnene Erkenntnis des vom 11. bis 12. Juli 2019 in London abgehaltenen Climate Change Forum, das von der Geneva Association, dem globalen Verband der Versicherungsunternehmen, organisiert und von Tokio Marine Holdings gesponsert wurde.

Versicherer unternehmen durch sektorübergreifende Mobilisierung entscheidenden Schritt in der Klimarisikomodellierung

Das Climate Change Forum 2019 hatte zum Ziel, einen Fahrplan für die Weiterentwicklung und Ergänzung der Modellierung von physischen und übergangsweisen Klimarisiken zu erstellen, der sich auf die wichtigsten Entscheidungen in den Bereichen Versicherung, Kapitalanlage und Vermögensverwaltung konzentriert. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter der Versicherungs- und Vermögensverwaltungsbranche, Regulierungs- und Ratingagenturen, Mitglieder der United Nations Environment Programme-Financial Initiative (UNEP-FI), der Task Force on Climate Related Financial Disclosure (TCFD) des Financial Stability Board, der EU Technical Expert Group on Sustainable Finance und des Sustainable Insurance Forum Secretariat, Klimawissenschaftler und Risikomodellierer sowie der Co-Vorsitzende einer Arbeitsgruppe des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).

Jad Ariss, der Generalsekretär von The Geneva Association, sagte: "Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche benötigen Klimainformationen, um Investitionen für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu mobilisieren." Die Versicherungswirtschaft, die bei der Risikomodellierung führend ist, kann einen wesentlichen Beitrag zur globalen Reaktion des Privatsektors auf die Empfehlungen der TCFD und globale Initiativen für nachhaltige Finanzierungen leisten und gleichzeitig ihre eigenen Kapazitäten und ihre gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit verbessern."

Maryam Golnaraghi, Direktorin für Klimawandel und aufkommende Umweltthemen bei The Geneva Association, kommentierte: "Das Einbinden des Klimarisikos wird zu einer hohen Priorität für Vorstände und die obersten Führungskräfte und hat Auswirkungen auf Verantwortlichkeit, Unternehmensstrategie, Risikomanagement, Betrieb, Investitionen sowie Offenlegung und Berichterstattung. Es gibt eine einzigartige Möglichkeit, die Modellierung von Klimarisiken und Stresstests durch die Nutzung der neuesten klimapolitischen Erkenntnisse zu verbessern. Dieses Forum war ein wichtiger Schritt, um einen Konsens unter den Führungskräften aus zehn Sektoren zur Ausrichtung der Prioritäten im Rahmen einer Forschungs- und Entwicklungsagenda für die Zukunft zu erzielen."

Das Forum hat hervorgehoben, wie wichtig es ist, das Bewusstsein der Vorstände und obersten Führungskräfte für die Bedeutung der Integration von Klimarisiken zu schärfen. Der Versicherungssektor würde erheblich davon profitieren, wenn er das neueste physische und Übergangsrisiko in seine Risikoanalysetools integrieren würde, die mit beiden Seiten der Bilanz verknüpft sind. Es bedarf gemeinsamer Definitionen von Begriffen - z. B. "Resilienz", "Szenarien" und "Stresstests" -, um eine sektorübergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen. Außerdem müssen Initiativen zur Modellierung von physischen und übergangsweisen Klimarisiken einbezogen und Lücken, Bedürfnisse und potenzielle Bereiche der Zusammenarbeit ermittelt werden. Die Verknüpfung der neuesten Wissenschaften und Technologien mit Finanz- und Kerngeschäftsentscheidungen sollte im Mittelpunkt zukünftiger Initiativen stehen.

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