Gemeinsam für faire Verträge

Solidarität der Planenden: Die Kammer der ZiviltechnikerInnen fordert faire Vertragsbedingungen ein. Einladung zur Pressekonferenz am 17.07.2019

Anstelle langer erfolgreich gelebter Partnerschaften, werden Vertragspartner zunehmend als potentielle Gegner betrachtet. ArchitektInnen und IngenieurInnen werden mit Verträgen konfrontiert, die nicht nur einseitig und asymmetrisch sind, sondern Verantwortlichkeiten an Planende übertragen, die nicht in der Einflusssphäre der Planerinnen und Planer liegen
Bernhard Sommer, Vizepräsident Kammer der ZiviltechnikerInnen
Durch Vereinbarungen, bei denen durch einmalige Honorare eine nicht vorhersehbare Anzahl von Planungsschritten abgegolten werden sollen, wird die Annahme von Aufträgen zur Spekulation und das wirtschaftliche Auskommen von Unternehmen zum Glücksspiel
Katharina Fröch, Vorsitzende des Ausschusses Wettbewerbe
Für die zt:Kammer ist entscheidend, dass sich die auftraggebenden Bauträger und die Planenden auf Augenhöhe und konstruktiv begegnen können.
Thomas Hoppe, Vorsitzender Sektion ArchitektInnen

Wien (OTS) - Überbordende Regulierungen und Verrechtlichung stellen die Planenden, die gesamte Architektur- und Ingenieurbranche, vor wachsende Probleme. "Anstelle langer erfolgreich gelebter Partnerschaften, werden Vertragspartner zunehmend als potentielle Gegner betrachtet. ArchitektInnen und IngenieurInnen werden mit Verträgen konfrontiert, die nicht nur einseitig und asymmetrisch sind, sondern Verantwortlichkeiten an Planende übertragen, die nicht in der Einflusssphäre der Planerinnen und Planer liegen", sagt Vizepräsident Architekt DI Bernhard Sommer.
Aus diesem Grund haben sich im Mai dieses Jahres zehn nationale und internationale Architekturbüros solidarisch entschieden, ihre Teilnahme am Gutachterverfahren zum Bau des Donaumarina-Towers zurück zu ziehen.

Die Kritik der zt:Kammer richtet sich darüber hinaus gegen die mangelnde Abgeltung von Nutzungs- und Verwertungsrechten sowie jederzeitige Kündigungsmöglichkeiten ohne wichtige Gründe und ohne Abtretungshonorar. "Durch Vereinbarungen, bei denen durch einmalige Honorare eine nicht vorhersehbare Anzahl von Planungsschritten abgegolten werden sollen, wird die Annahme von Aufträgen zur Spekulation und das wirtschaftliche Auskommen von Unternehmen zum Glücksspiel", warnt Architektin DI Katharina Fröch, Vorsitzende des Ausschusses Wettbewerbe der zt:Kammer.

Die Kammer der ZiviltechnikerInnen für Wien, Niederösterreich und Burgenland warnt vor diesen Entwicklungen und fordert faire Vertragsbedingungen. Nicht nur die nachhaltige Qualität von Bauprojekten ist in Gefahr, sondern auch das Risiko unvorhergesehener späterer Kosten steigt.
Architekt DI Thomas Hoppe, Vorsitzender der Sektion ArchitektInnen stellt fest: "Für die zt:Kammer ist entscheidend, dass sich die auftraggebenden Bauträger und die Planenden auf Augenhöhe und konstruktiv begegnen können."

Die Kammer der ZiviltechnikerInnen für Wien, Niederösterreich und Burgenland lädt aus diesem Anlass zur

PRESSEKONFERENZ

Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Juli 2019, 9:30 Uhr
Ort: zt:Kammer (EG), Karlsgasse 9, 1040 Wien

Ihre Fragen beantworten:

  • Architektin DI Katharina Fröch, Vorsitzende Wettbewerbsausschuss zt:Kammer sowie stv. Vorsitzende der Bundessektion ArchitektInnen
  • Architekt DI Bernhard Sommer, Vizepräsident der zt:Kammer
  • Architekt DI Thomas Hoppe, Vorsitzender Sektion ArchitektInnen

Die zt: Kammer, die Kammer der ZiviltechnikerInnen, ist die Standesvertretung der planenden Berufe. ZiviltechnikerInnen - also ArchitektInnen oder IngenieurkonsulentInnen - sind selbständig tätige Planer auf dem Gebiet des jeweils absolvierten Studiums. Sie arbeiten als Planungs- und Beratungsprofis, als Gutachter und Prüfer, als Projektmanager und Mediatoren in technischen, naturwissenschaftlichen und montanistischen Fachgebieten. Sie sind moderne Dienstleister und Profis auf ihrem Fachgebiet, bieten ihren Auftraggebern fachlich hochwertige und dem neuesten Stand des Wissens entsprechende Leistungen. Ihre akademische Ausbildung, der Nachweis erfolgreicher Berufspraxis und eine strenge Berufsprüfung garantieren Auftraggebern den hohen Qualitätsstandard der Ziviltechnikerleistung.
Als äußeres Zeichen der staatlichen Befugnis und Beeidigung führen ZiviltechnikerInnen ein Siegel, welches das Bundeswappen der Republik Österreich wiedergibt und auf allen von Ziviltechniker(inne)n erstellten öffentlichen Urkunden anzubringen ist. Ziviltechniker(innen) sind auch berechtigt, auf Geschäftspapieren das Bundeswappen zu führen und werden als "technische Notare" bezeichnet.

Rückfragen & Kontakt:

Kammer der ZiviltechnikerInnen für Wien, NÖ und Bgld.
Nina Krämer-Pölkhofer, MSc
Generalsekretärin
+43 1 5051781-15 od. +43 664 131 64 28
nina.kraemer@arching.at
http://wien.arching.at

Sven P. Jakobson, Susanne Haider
art:phalanx, Kultur & Urbanität
+43 1 524 98 03–24
presse@artphalanx.at

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