- 10.07.2019, 12:46:28
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Udolf-Strobl: „Work in Austria gegen Fachkräftemangel“
Weiterentwicklung der Austrian Business Agency (ABA)- Unterstützung für österreichische Unternehmen bei Fachkräftesuche im Ausland

Utl.: Weiterentwicklung der Austrian Business Agency (ABA)-
Unterstützung für österreichische Unternehmen bei
Fachkräftesuche im Ausland =
Wien (OTS/BMDW) - Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Thema für
die heimischen Unternehmen. Laut einer Studie von Ernst&Young finden
83 Prozent der österreichischen Mittelstandsunternehmen keine
geeigneten Fachkräfte und 40 Prozent beklagen bereits Umsatzeinbußen.
„Österreich kann diesen Bedarf nicht alleine aus dem Inland decken,
deshalb brauchen wir hier einen qualifizierten Zuzug. Wir stehen hier
im europäischen Wettbewerb um die besten Fachkräfte. In Zukunft
werden wir nicht nur für den Investitionsstandort, sondern auch für
den Arbeitsmarkt Österreich werben“, betonte Wirtschaftsministerin
Elisabeth Udolf-Strobl am Mittwoch bei der Pressekonferenz zur
Präsentation von “Work in Austria“ gemeinsam mit ABA-Geschäftsführer
René Siegl.
Zwei neue ABA-Schwerpunkte: „Invest in Austria“ und „Work in
Austria“
„Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts hängt von der Verfügbarkeit
der Fachkräfte ab. Österreich punktet mit innovativen Unternehmen,
hoher Produkt- und Lebensqualität, Sicherheit und gutem Einkommen.
Diese Vorteile müssen wir stärker als bisher in die Auslage stellen,
um die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Firmen zu
gewinnen“, meint Udolf-Strobl. Die Neugestaltung der ABA von einer
Ansiedelungs- zu einer echten Standortagentur soll hier ansetzen. Die
ersten Umsetzungsschritte wurden noch 2018 gesetzt. Der
Leistungsumfang der „ABA Neu“ soll zukünftig die zwei
Kernaufgabenbereiche „Invest in Austria“ (Betriebsansiedelung) und
„Work in Austria“ (Fachkräfteakquise) umfassen. „Wir sehen uns als
unterstützende Einheit für arbeitskräftesuchende Unternehmen bzw.
deren Dienstleister und wollen ihnen ein Stück der Arbeit abnehmen“,
sagt René Siegl. Die ABA soll als erste Anlaufstelle für Investoren
und Fachkräfte aus dem Ausland positioniert und Österreich als
attraktiver Wirtschafts- bzw. Arbeitsstandort präsentiert werden. Die
Zielsetzung bei den Betriebsansiedelungen ist mit einem Plus von 30
Prozent klar festgelegt, was eine Gesamtzahl von 444 im Jahr 2019
bedeutet. 2017 waren es 344 Ansiedelungen.
Für die neuen Schwerpunkte wird das Budget der ABA von derzeit 4,3
Millionen Euro auf rund 7 Millionen Euro angehoben. Die neue Einheit
wird in der Anfangsphase von „Work in Austria“ einen bewussten Fokus
auf Fachkräfte mit hohem Impact für den Wirtschaftsstandort und einer
hohen Relevanz für die Volkswirtschaft legen. Dies betrifft vor allem
IT-Berufe sowie die Metall- und Elektrotechnik. Studien bestätigen,
dass IT-Fachkräfte mittlerweile in jeder Branche gebraucht werden und
eine IT-Arbeitskraft drei weitere Arbeitsplätze schafft. Die Metall-
und Elektrotechnik spielt für die Industrie eine wesentliche
Zulieferrolle. In der ersten Phase wird sich „Work in Austria“ auf
Märkte innerhalb der EU und insbesondere auf Polen, Rumänien,
Bulgarien, Kroatien und Griechenland konzentrieren.
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