• 09.07.2019, 11:40:44
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Schätze an Wissen und Traditionen: Zehn Jahre Immaterielles Kulturerbe in Österreich

Schallenberg: „Eindrucksvoller Reichtum, den es zu fördern gilt“

Utl.: Schallenberg: „Eindrucksvoller Reichtum, den es zu fördern
gilt“ =

Wien (OTS) - Heute vor genau zehn Jahren hat Österreich das
Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes
unterzeichnet. Mit der Umsetzung der Inhalte wurde die
Österreichische UNESCO-Kommission beauftragt. Die Bandbreite des
lebendigen Kulturerbes in Österreich ist groß: Der Bogen spannt sich
von der Blattgoldherstellung, der Schmiedekunst, dem Salzburger
Marionettentheater, der Rieselbewässerung im Tiroler Oberland bis zu
den Bräuchen der Berg- und Hüttenleute an der Steirischen
Eisenstraße.

„Zehn Jahre immaterielles Kulturerbe in Österreich ist der Blick auf
eine Erfolgsgeschichte: Die rund 100 gelisteten Elemente im
Nationalen Verzeichnis sind Zeugnis eines eindrucksvollen Reichtums
kultureller Ausdrucksformen in Österreich, den es zu fördern und zu
nützen gilt“, so Bundesminister Alexander Schallenberg. Durch den
Brand von Notre Dame in diesem Frühjahr wurde beispielsweise das
handwerkliche Können der österreichischen Dombauhütten einer
breiteren Öffentlichkeit bekannt. „Mit der über mehrere Generationen
gewachsenen Erfahrung und der Kreativität der Traditionsträger haben
wir auch beeindruckende internationale Erfolge gefeiert“, so der
Minister.

„Durch die Sichtbarmachung von bislang oft im Verborgenen
existierender Bräuche und Praktiken entstand und entsteht ein neues
Verständnis für regionale Besonderheiten und alte Handwerkstechniken.
Durch die Listung im Nationalen Verzeichnis wird das Bewusstsein in
der Öffentlichkeit und unter den Trägern sehr gestärkt“, ergänzt
Sabine Haag, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission.

Das Nationale Verzeichnis für immaterielles Kulturerbe wurde 2010 von
der Österreichischen UNESCO-Kommission eröffnet und listet
mittlerweile 117 Elemente. Dieses Erfolgsprojekt dokumentiert die
große Vielfalt an lebendigem Kulturerbe in Österreich und gilt
international als Vorbild.

Internationale Erfolge

Fünf Elemente sind auf der Internationalen Repräsentativen
UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit gelistet:
Das Wissen im Umgang mit Lawinengefahr, die Handwerkstechnik des
Blaudrucks, die Falknerei, der Imster Schemenlauf sowie die Hohe
Schule und Klassische Reitkunst der Spanischen Hofreitschule. Weiters
wurden 2016 drei österreichische Handwerkszentren in das
internationale UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die
Erhaltung des immateriellen Kulturerbes aufgenommen: Der Werkraum
Bregenzerwald, das Textile Zentrum Haslach und das Hand.Werk.Haus
Salzkammergut. Alle drei Initiativen setzen regional-spezifische
Maßnahmen zur Erhaltung und kreativen Weitergabe von traditionellem
Handwerk.

Handwerksstudie / ORF III Sendereihe

Zu den Erfolgen zählen weiters die gemeinsam von Bundeskanzleramt,
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der
Wirtschaftskammer Österreich beauftragte Studie „Traditionelles
Handwerk als immaterielles Kulturerbe und Wirtschaftsfaktor“, die
Etablierung des Dokumentationszentrums „Traditionelle und
komplementäre Heilmethoden in Österreich“ sowie die anlässlich des
Jubiläumsjahres präsentierte Good-Practice Sammlung. Ab Herbst 2019
berichtet ORF III in einer zehnteiligen Sendereihe über das
immaterielle Kulturerbe in Österreich.

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