Volkspartei Kärnten: „Beim Klimaschutz zählt jeder Schritt“

Landesparteiobmann Martin Gruber startet Kampagne und Maßnahmen für Klimaschutz. Elisabeth Köstinger appelliert Ölheizungen gegen Alternativen zu tauschen.

Klagenfurt (OTS) - „Der Schutz unseres Planeten geht uns alle an, und wir alle sind verpflichtet, etwas dazu beizutragen“, sagt ÖVP-Landesparteiobmann Martin Gruber. Mit der Kärntner Volkspartei startet er eine Kampagne, um das Bewusstsein in der Bevölkerung dafür zu stärken. Das Motto: „Jeder Schritt zählt.“ Gruber will keine Moralkeule schwingen, sondern zeigen, dass „man nicht sein ganzes Leben verändern muss, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“. Mithilfe von Testimonials liefert die Volkspartei in den nächsten Wochen Beispiele, was Kärntner in ihrem Alltag tun können – von selbstgemachten Putzmitteln bis zum Verzicht auf Plastikflaschen. Anleitungsvideos sollen zum Nachahmen motivieren.

Für den Herbst plant die Volkspartei, eine leere Geschäftsfläche in Klagenfurt kostenlos zu Verfügung zu stellen. Dort sollen Startups, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben, ihre nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen anbieten. „Wir arbeiten derzeit die Rahmenbedingungen aus“, so Gruber. „Sobald alle Einzelheiten fixiert sind, geben wir bekannt, wo man sich bewerben kann.“

Die Maßnahmen der Volkspartei ergänzen Initiativen, die die Landesräte Gruber und Sebastian Schuschnig in ihren Referaten in der Regierung setzen. Etwa soll der Radmasterplan zu einer Mobilitätswende beitragen und den Anteil des Radverkehrs von sieben auf 13 Prozent erhöhen. Mit dem ersten Wasserstoff-Gipfel am 23. Juli will Schuschnig einen großen Schritt in Richtung Kärnten als Testregion für Antriebstechnologien mit Wasserstoff machen. Gruber fast zusammen: „Auch wir zeigen in unserer täglichen Arbeit, dass jeder Schritt zählt, um die CO2-Emissionen zu reduzieren.“

Deshalb ist Gruber auch erfreut über das Klimapaket der Volkspartei im Bund und der stellvertretenden Klubobfrau im Nationalrat, Elisabeth Köstinger. Unter den zahlreichen Maßnahmen ist Gruber der Tausch von Ölheizungen ein großes Anliegen. „Mit dem Bonus kann jeder, der eine Ölheizung hat, selbst den ersten Schritt setzen“, so Gruber. Und das ist in Kärnten besonders notwendig. „Ein Viertel aller Heizkessel in Kärnten wird mit Öl betrieben“, so Gruber. „Das ist nach Tirol und Vorarlberg der dritthöchste Wert.“ Deshalb sei der „Raus aus dem Öl“-Bonus eine wichtige Maßnahme.

Das bestätigt auch Elisabeth Köstinger. „Der ‚Raus aus dem Öl‘-Bonus des Bundes ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Köstinger, die diese Fördermaßnahme im Vorjahr neu geschaffen hat. „5.000 Euro für den Umstieg auf ein alternatives Heizsystem sind ein starker Anreiz, dazu kommt noch die Kärntner Landesförderung.“ Gerade für Kärnten sei dieser Bonus besonders wichtig. „Kärnten hat mit 24,8 % den dritthöchsten Anteil an Ölheizungen aller Bundesländer“, so Köstinger. „Österreichweit liegt dieser Anteil bei rund 14 Prozent.“

Die Fördermaßnahme sei so erfolgreich, „dass wir vor wenigen Tagen im Parlament eine Aufstockung der Mittel um 20 Mio. Euro beschlossen haben, weil das ursprüngliche Volumen von 42 Mio. Euro der Sanierungsoffensive schon ausgeschöpft war.“ In den nächsten Wochen soll die Antragstellung wieder möglich sein.

Darüber hinaus will die ÖVP mit einem Klimaschutzprogramm in die Wahl ziehen. „Unser Zugang ist, dass wir ohne Verbote, Zwangsmaßnahmen und Bevormundungen auskommen wollen“, so Köstinger. „Klimaschutz ist eine Aufgabe, die wir mit den Menschen lösen müssen, nicht gegen sie.“ Eine nationale CO2 Steuer komme für die ÖVP daher nicht in Frage. Klimaschutz soll – so Köstinger – Top-Priorität der Bundesregierung werden. Dazu will man u.a. ein Klima-Kabinett einsetzen, in dem alle zuständigen Minister regelmäßig über Klimaschutz-Maßnahmen beraten. Für neue Gesetze soll es einen verpflichtenden Klima-Check geben. Im Verkehr setze man nicht nur auf E-Mobilität, sondern auch auf Forschung und Entwicklung bei Wasserstoff-Antrieben. „Wir wollen die Wasserstoff-Nation Nr. 1 werden“, so Köstinger. Ebenso wichtig sei das Ziel, bis 2030 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. „Wir wollen das erste Land sein, dass ohne Atom- und Kohlestrom auskommt und bilanziell vollständig sauberen Strom erzeugt“, so Köstinger.

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