• 09.07.2019, 11:37:32
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  • OTS0063

Volkspartei Kärnten: „Beim Klimaschutz zählt jeder Schritt“

Landesparteiobmann Martin Gruber startet Kampagne und Maßnahmen für Klimaschutz. Elisabeth Köstinger appelliert Ölheizungen gegen Alternativen zu tauschen.

Utl.: Landesparteiobmann Martin Gruber startet Kampagne und
Maßnahmen für Klimaschutz. Elisabeth Köstinger appelliert
Ölheizungen gegen Alternativen zu tauschen. =

Klagenfurt (OTS) - „Der Schutz unseres Planeten geht uns alle an, und
wir alle sind verpflichtet, etwas dazu beizutragen“, sagt
ÖVP-Landesparteiobmann Martin Gruber. Mit der Kärntner Volkspartei
startet er eine Kampagne, um das Bewusstsein in der Bevölkerung dafür
zu stärken. Das Motto: „Jeder Schritt zählt.“ Gruber will keine
Moralkeule schwingen, sondern zeigen, dass „man nicht sein ganzes
Leben verändern muss, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“.
Mithilfe von Testimonials liefert die Volkspartei in den nächsten
Wochen Beispiele, was Kärntner in ihrem Alltag tun können – von
selbstgemachten Putzmitteln bis zum Verzicht auf Plastikflaschen.
Anleitungsvideos sollen zum Nachahmen motivieren.

Für den Herbst plant die Volkspartei, eine leere Geschäftsfläche in
Klagenfurt kostenlos zu Verfügung zu stellen. Dort sollen Startups,
die sich dem Klimaschutz verschrieben haben, ihre nachhaltigen
Produkte und Dienstleistungen anbieten. „Wir arbeiten derzeit die
Rahmenbedingungen aus“, so Gruber. „Sobald alle Einzelheiten fixiert
sind, geben wir bekannt, wo man sich bewerben kann.“

Die Maßnahmen der Volkspartei ergänzen Initiativen, die die
Landesräte Gruber und Sebastian Schuschnig in ihren Referaten in der
Regierung setzen. Etwa soll der Radmasterplan zu einer
Mobilitätswende beitragen und den Anteil des Radverkehrs von sieben
auf 13 Prozent erhöhen. Mit dem ersten Wasserstoff-Gipfel am 23. Juli
will Schuschnig einen großen Schritt in Richtung Kärnten als
Testregion für Antriebstechnologien mit Wasserstoff machen. Gruber
fast zusammen: „Auch wir zeigen in unserer täglichen Arbeit, dass
jeder Schritt zählt, um die CO2-Emissionen zu reduzieren.“

Deshalb ist Gruber auch erfreut über das Klimapaket der Volkspartei
im Bund und der stellvertretenden Klubobfrau im Nationalrat,
Elisabeth Köstinger. Unter den zahlreichen Maßnahmen ist Gruber der
Tausch von Ölheizungen ein großes Anliegen. „Mit dem Bonus kann
jeder, der eine Ölheizung hat, selbst den ersten Schritt setzen“, so
Gruber. Und das ist in Kärnten besonders notwendig. „Ein Viertel
aller Heizkessel in Kärnten wird mit Öl betrieben“, so Gruber. „Das
ist nach Tirol und Vorarlberg der dritthöchste Wert.“ Deshalb sei der
„Raus aus dem Öl“-Bonus eine wichtige Maßnahme.

Das bestätigt auch Elisabeth Köstinger. „Der ‚Raus aus dem Öl‘-Bonus
des Bundes ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Köstinger, die diese
Fördermaßnahme im Vorjahr neu geschaffen hat. „5.000 Euro für den
Umstieg auf ein alternatives Heizsystem sind ein starker Anreiz, dazu
kommt noch die Kärntner Landesförderung.“ Gerade für Kärnten sei
dieser Bonus besonders wichtig. „Kärnten hat mit 24,8 % den
dritthöchsten Anteil an Ölheizungen aller Bundesländer“, so
Köstinger. „Österreichweit liegt dieser Anteil bei rund 14 Prozent.“

Die Fördermaßnahme sei so erfolgreich, „dass wir vor wenigen Tagen im
Parlament eine Aufstockung der Mittel um 20 Mio. Euro beschlossen
haben, weil das ursprüngliche Volumen von 42 Mio. Euro der
Sanierungsoffensive schon ausgeschöpft war.“ In den nächsten Wochen
soll die Antragstellung wieder möglich sein.

Darüber hinaus will die ÖVP mit einem Klimaschutzprogramm in die Wahl
ziehen. „Unser Zugang ist, dass wir ohne Verbote, Zwangsmaßnahmen und
Bevormundungen auskommen wollen“, so Köstinger. „Klimaschutz ist eine
Aufgabe, die wir mit den Menschen lösen müssen, nicht gegen sie.“
Eine nationale CO2 Steuer komme für die ÖVP daher nicht in Frage.
Klimaschutz soll – so Köstinger – Top-Priorität der Bundesregierung
werden. Dazu will man u.a. ein Klima-Kabinett einsetzen, in dem alle
zuständigen Minister regelmäßig über Klimaschutz-Maßnahmen beraten.
Für neue Gesetze soll es einen verpflichtenden Klima-Check geben. Im
Verkehr setze man nicht nur auf E-Mobilität, sondern auch auf
Forschung und Entwicklung bei Wasserstoff-Antrieben. „Wir wollen die
Wasserstoff-Nation Nr. 1 werden“, so Köstinger. Ebenso wichtig sei
das Ziel, bis 2030 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu
erzeugen. „Wir wollen das erste Land sein, dass ohne Atom- und
Kohlestrom auskommt und bilanziell vollständig sauberen Strom
erzeugt“, so Köstinger.

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