Sexualpädagogik: Kühlen Kopf bewahren

  • Unsere Erfahrung zeigt: Kinder und Jugendliche besprechen sensible Themen bevorzugt mit externen SexualpädagogInnen, die nichts mit ihrem Schulalltag zu tun haben
    Mag. Martina Kronthaler, aktion leben-Generalsekretärin
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  • Pädagoginnen und Pädagogen sind ExpertInnen in ihrem jeweiligen Fach, doch nur wenige haben eine sexualpädagogische Zusatzausbildung. Ihnen plötzlich und unvorbereitet Sexualpädagogik umhängen zu wollen, schadet Kindern und Jugendlichen.
    Mag. Martina Kronthaler, aktion leben-Generalsekretärin
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  • Frau Ministerin, bitte handeln Sie sachgerecht und zum Wohl der Kinder und Jugendlichen!
    Mag. Martina Kronthaler, aktion leben-Generalsekretärin
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Wien (OTS) - „Dass der Entschließungsantrag von ÖVP und FPÖ, wonach Sexualpädagogik an Schulen durch externe Vereine untersagt werden soll, im Nationalrat eine Mehrheit findet, war zu befürchten. Jetzt liegt es an Bildungsministerin Iris Eliisa Rauskala, einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagt Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich.

Der unabhängige Verein aktion leben führt seit vielen Jahren sexualpädagogische Workshops an Schulen durch. „Unsere Erfahrung zeigt: Kinder und Jugendliche besprechen sensible Themen bevorzugt mit externen SexualpädagogInnen, die nichts mit ihrem Schulalltag zu tun haben“, berichtet aktion leben-Generalsekretärin Martina Kronthaler.

aktion leben weist darauf hin, dass eine qualitativ hochwertige sexualpädagogische Bildung weit über Aufklärung im Biologieunterricht hinausgeht. „Pädagoginnen und Pädagogen sind ExpertInnen in ihrem jeweiligen Fach, doch nur wenige haben eine sexualpädagogische Zusatzausbildung. Ihnen plötzlich und unvorbereitet Sexualpädagogik umhängen zu wollen, schadet Kindern und Jugendlichen.“ Ein wichtiges Thema dabei ist etwa, durch Stärkung des Selbstwertgefühls und Information über Verhütung ungeplante Schwangerschaften zu vermeiden.

Zum Wohl der Kinder und Jugendlichen handeln

Sexualpädagogik durch externe Vereine wie aktion leben zu verbieten, bedeutet einen Rückschritt um Jahrzehnte. aktion leben appelliert daher an Bildungsministerin Iris Eliisa Rauskala, sich der Problematik bewusst zu werden und sich vor ihrer Entscheidung mit Expertinnen und Experten auszutauschen. „Wir stehen jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung“, so Kronthaler. „Frau Ministerin, bitte handeln Sie sachgerecht und zum Wohl der Kinder und Jugendlichen!“

Sexualpädagogik-Erlass 2015 weiterhin gültig

„In gewohnter Weise können die Workshops der aktion leben gebucht werden, denn es gilt weiterhin der Sexualpädagogik-Erlass von 2015“, weist Kronthaler hin.

Bildmaterial finden Sie hier, weitere Infos zu aktion leben-Workshops unter www.aktionleben.at.

Rückfragen & Kontakt:

aktion leben österreich
Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin
01/512 52 21-16, martina.kronthaler@aktionleben.at
www.aktionleben.at

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