Unterrainer: Jahrelanger Einsatz für Verbot von Glyphosat hat sich gelohnt

Gesundheit muss vor Profit stehen

Wien (OTS/SK) - „Glyphosat darf hier in Österreich in der Landwirtschaft und damit im Lebensmittelbereich keine Anwendung mehr finden. Deshalb ist der heutige Beschluss im Nationalrat sehr erfreulich und eine große Erleichterung. Jahrelanger Einsatz hat sich gelohnt“, begrüßt Nationalratsabgeordneter und Stellvertretender Tiroler SPÖ-Parteivorsitzender Max Unterrainer den Beschluss am Dienstag in der Nationalratssitzung für das Verbot von Glyphosat in Österreich. ****

„In Österreich wird vor allem mit Naturprodukten, Bio-Produkten, Regionalität, Gesundheit und Nachhaltigkeit geworben. Und diese Stärke der Bio-Landwirtschaft wird durch den heutigen Beschluss gestärkt“, sagt Unterrainer. „Gesundheit ist ein schützenswertes Gut, denn wir alle haben nur diese eine Gesundheit“, betonte Unterrainer in seinem Debattenbeitrag im Nationalrat.

Gegner des Glyphosatverbots argumentieren unter anderem, Glyphosat sei in dieselbe Gefährlichkeitsstufe einzuordnen wie Wurst, und dass ein hoher Konsum von Wurst oder Schinken die Gefahr, an Krebs zu erkranken, ebenso erhöhen würde wie Glyphosat auch, sagt Unterrainer. Wie viel an Wurst und Wurstprodukte konsumiert werden, kann jedoch jeder und jede für sich entscheiden, setzte Unterrainer fort und betonte, dass bei Glyphosat diese Entscheidungsfreiheit des Einzelnen nicht gegeben ist.

„Ob der Boden, auf dem die Pflanzen für die Produkte gewachsen sind oder wo die Kühe ihr Gras gefressen haben, mit Glyphosat bearbeitet wurde, ist für den Konsumenten oder die Konsumentin nicht ersichtlich und darin liegt der wesentliche Unterschied. Hier muss der Gesetzgeber den notwendigen Rahmen für einen Schutz vor Pflanzenschutzmitteln bieten. Und diesem Anspruch wird dieser Beschluss gerecht. Denn Profit darf nie vor dem Schutz der Gesundheit stehen“, sagte Unterrainer abschließend. (Schluss) ls

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