Preiner: Totalverbot von Glyphosat kommt – trotz ÖVP-Njet

SPÖ-Agrarsprecher betont: „Mit der Gesundheit der Menschen spielt man nicht“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner zeigte sich erfreut über die breite Zustimmung innerhalb und außerhalb des Parlaments betreffend eines nationalen Glyphosatverbots. „Das Totalverbot von Glyphosat kommt nun. Das ist ein historischer Erfolg, trotz ÖVP“, so Preiner heute in der Debatte zum Glyphosat-Verbot. Alle Fraktionen haben einem Totalverbot zugestimmt, nur nicht die ÖVP. Preiner skizzierte die wesentlichen Gründe, warum die SPÖ immer für ein Verbot des Pflanzengifts war: „Wir sind dem Vorsorgeprinzip verpflichtet. Glyphosat ist eine Gefahr für Mensch und Tier“, so Preiner. Das hat sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgestellt. ****

Dabei gibt es genügend Beispiele für Alternativen zum Glyphosat, die bereits in zahlreichen Gemeinden in Verwendung sind. Kritik übte Preiner auch an der erst gestern veröffentlichten Machbarkeitsstudie. „Die Studie ist oberflächlich und enthält keine aktuellen international anerkannten Expertisen zum Glyphosat“, so Preiner. Die SPÖ habe immer darauf gedrängt, die Bio-Bauern, die durch Glyphosat auch gefährdet sind, zu stärken. „Im Rahmen der GAP 2020 wollen wir einen Pestizidreduktionsplan und eine wesentliche Stärkung des Bio-Landbaus“, so Preiner.

Abschließend präsentierte Preiner seinen eigenen Blutbefund über Rückstände von Glyphosat. „Glyphosat ist nicht nur im Bier nachweisbar, sondern auch im Harn“, so Preiner. Immerhin ließen sich bei 30 Prozent Glyphosat feststellen. Das sei Beweis genug, dass Glyphosat ein Problem für Menschen und außerdem für das Artensterben verantwortlich ist. Dabei dürfe man nicht mit der Gesundheit der Menschen spielen: „Die Gesundheit ist das höchste Gut. Die Politik hat Verantwortung für die Gesundheit der Menschen und auch für die nachfolgenden Generationen“, so Preiner. Ein Totalverbot von Glyphosat kommt ab 1. Jänner 2020. (Schluss) rm/ls

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