- 01.07.2019, 11:35:50
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Industrie: Klimaschutz braucht kluge und umsetzbare Maßnahmen
IV-GS Neumayer: Klimapolitische Handelsmechanismen könnten wichtigen Beitrag leisten – Ausgewogene Staatszieldiskussion notwendig
Utl.: IV-GS Neumayer: Klimapolitische Handelsmechanismen könnten
wichtigen Beitrag leisten – Ausgewogene Staatszieldiskussion
notwendig =
Wien (OTS) - „Die Vermeidung des Klimawandels ist eine der großen
Herausforderungen unserer Zeit. Daher steht die österreichische
Industrie auch voll und ganz zum Klimaschutz und unterstützt klug
gestaltete Maßnahmen, die tatsächlich eine positive Wirkung auf die
Umwelt entfalten“, betonte der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, am heutigen
Montag anlässlich der aktuellen Diskussionen zum Thema Klimaschutz.
Nach wie vor hält die Industrie an der von der EU im Rahmen des
Pariser Abkommens gemachten Zusage einer Gesamt-Emissionsreduktion
von 40 Prozent bis 2030 fest und unterstützt deren Umsetzung. „Große
Teile der europäischen energieintensiven Industrie leisten über das
EU-Emissionshandelsregime bereits seit Jahren einen direkten Beitrag
pro Tonne CO2. Um etwaige Wettbewerbsnachteile für europäische
Industriezweige auszugleichen und um die klimapolitisch sehr
ambitionierte Position der EU gegenüber anderen Wirtschaftsräumen
glaubwürdig zu untermauern, sind daher für die Industrie auch
Mechanismen vorstellbar, die auf die Treibhausgas-Emissionslast von
Importen in den europäischen Wirtschaftsraum abstellen“, so Neumayer.
Hier sollte eine WTO-konforme Regelung auf EU-Ebene diskutiert und
eingeführt werden.
Innovation und Technologie im Energie- und Klimabereich
entscheidend
Sehr positiv sei zudem, einen Schwerpunkt beim Thema Wasserstoff zu
setzen. „Es ist der richtige Ansatz, den Fokus im Energiesystem auf
die Notwendigkeit von Innovation statt von Subventionen zu richten.
Ideal wäre es aber, Energie-Innovation insgesamt breiter als
Wasserstoff zu denken“, so der IV-Generalsekretär. Bei der Diskussion
über die Gestaltung der Staatsziele plädiert die Industrie einmal
mehr für eine nachhaltige Balance aller relevanten Interessen. Wenn
über Gesamtstaatsziele nachgedacht werde, müssten neben dem
Klimaschutz auch der Standort, Wohlstand und Arbeitsplätze
berücksichtigt werden. Kritisch sieht die Industrie nach wie vor
unrealistisch formulierte Ziele: „Der wirkungsvollste Klimaschutz
muss vielmehr auf Know-how und modernste Technologie setzen.
Entscheidender Hebel für die notwendigen Veränderungen sind daher
Innovation und Technologie im Energie- und Klimabereich“, so Neumayer
abschließend.
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