Katholische Jugend Österreich: „Zusammenwirken mit ExpertInnen in der schulischen Sexualpädagogik weiterhin ermöglichen!”

Der Bundesvorstand der Katholischen Jugend Österreich spricht sich gegen den Entschließungsantrag zur Sexualpädagogik an Schulen aus.

Wien (OTS) - Aufgrund eines Anlassfalls Ende des vergangenen Jahres haben Abgeordnete der ÖVP und FPÖ einen Entschließungsantrag eingebracht, der letzte Woche bereits im Unterrichtsausschuss angenommen wurde und diese Woche im Nationalrat abgestimmt wird. Durch den Antrag soll die Hinzunahme von externen ExpertInnen im Bereich der schulischen Sexualpädagogik komplett untersagt werden.

Eva Wimmer, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Jugend Österreich: „Sexualpädagogische Bildung trägt wesentlich zur Verhinderung ungewollter Schwangerschaften bei Jugendlichen, zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten, zur Entwicklung eines respektvollen und achtsamen Umganges miteinander und zur Prävention vor sexualisierter Gewalt bei. Sie ist essentiell zur Entwicklung eines gesunden Zugangs zur eigenen Körperlichkeit und des Selbstwerts von Kindern und Jugendlichen.”

Warum nicht ausschließlich mit den eigenen LehrerInnen?

Dass allein durch die LehrerInnen eine flächendeckende und qualitative sexualpädagogische Bildung gewährleistet ist, bezweifelt Wimmer: „Die jahrelange Erfahrung zeigt uns deutlich auf, dass sensible Themen und Tabuthemen leichter mit externen sexualpädagogischen ReferentInnen, zu denen kein Abhängigkeitsverhältnis besteht, besprochen und bearbeitet werden können.”

Das noch von Ex-Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) geplante Akkreditierungsverfahren von externen Sexualkundevereinen wäre ein sinnvolles und ausreichendes Element der Qualitätssicherung. Damit müsste auf den Einsatz von ExpertInnen im Bereich Sexualpädagogik wie etwa der Aktion Leben oder des Projektes Abenteuer Liebe im Unterricht nicht verzichtet werden. Dabei ist jedenfalls sicherzustellen, dass diese Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit auf aktuellstem Stand der sexualpädagogischen Erkenntnisse aufbaut und nicht ideologisch gefärbt oder aufgeladen ist.

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