• 28.06.2019, 13:40:53
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Industrie zu Ökostrom: Auf Schnellschüsse verzichten

IV-GS Neumayer: Sinnvollen Umbau des Energiesystems ermöglichen

Utl.: IV-GS Neumayer: Sinnvollen Umbau des Energiesystems
ermöglichen =

Wien (OTS) - „Auch ‚Öko-Populismus‘ ist Populismus. Daher gilt es
aktuell Schnellschüsse zu vermeiden, die Stromkonsumentinnen und
-konsumenten sowie die Unternehmen über viele Jahre finanziell werden
ausbaden müssen. Die Industriellenvereinigung appelliert daher mit
Nachdruck an alle Verantwortlichen in den wahlwerbenden Parteien,
nicht ökonomische Vernunft dem Wahlkampf zu opfern – auch nicht unter
dem Titel ‚Klimaschutz‘. Wir fordern die Parteien auf, jetzt keine
Subventionslawine für Ökostrom loszutreten, die jeden sinnvollen
Umbau des Energiesystems unter sich begräbt“, stellt Mag. Christoph
Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung(IV), in einer
ersten Reaktion auf die Ökostrom-Ankündigungen durch ÖVP und SPÖ
klar.

Neumayer: Erneuerbaren Ausbau wichtig – aber nicht durch
visionslose Fortsetzung der Dauersubvention von Ökostromanlagen

Die vergangene Bundesregierung hat unter dem Titel „Erneuerbaren
Ausbau Gesetz“ eine grundlegende Novelle der Ökostromförderung auf
den Weg gebracht. Dieses Gesetz war breit abgestimmt und diskutiert
worden und hätte eine ökonomisch weitaus sinnvollere
Ökostromförderung ermöglicht. „Die nun drohende, visionslose
Fortsetzung der Dauersubvention von Ökostromanlagen – und damit die
Befriedigung der Partikularinteressen der Ökostrombetreiber –
reduziert den Spielraum einer künftigen Regierung, mit vorhandenen
Mitteln ein Maximum an erneuerbarer Energie zu produzieren“, so
Neumayer. Damit seien die vorliegenden Anträge das exakte Gegenteil
von Klimaschutzmaßnahmen. Vielmehr würden diese das (teilweise)
buchstäbliche Verbrennen des Geldes jedes einzelnen Haushaltes und
jedes einzelnen Unternehmens, die mit ihrer Stromrechnung die
Ökostromförderung subventionieren, bedeuten. Darüber hinaus verlören
energieintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb
stehen, wieder ein Stück ihrer Wettbewerbsfähigkeit. „Die
Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energie steht für die
Industriellenvereinigung außer Streit. Die ambitionierte Zielsetzung
von 100 Prozent Ökostrom bis 2030 macht es aber unerlässlich, die
Effizienz der Ökostromförderung zu erhöhen. Dies kann und muss mit
einer raschen Beschlussfassung des ‚Erneuerbaren Ausbau Gesetzes‘
erfolgen, nicht aber mit dem Ökostrom-Füllhorn“, forderte Neumayer
abschließend.

Weitere Informationen: www.iv.at/medien

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