• 27.06.2019, 11:54:27
  • /
  • OTS0122

ÖAMTC: Experten-Tool zeigt erstmals Gesamtumweltbilanz aller Pkw-Antriebsarten (+ Grafik)

Life Cycle Analyse erlaubt CO2-Vergleich für Produktion, Betrieb und Recycling

Utl.: Life Cycle Analyse erlaubt CO2-Vergleich für Produktion,
Betrieb und Recycling =

Wien (OTS) - Die aktuelle und zukünftige Gestaltung der individuellen
Mobilität spielt in Diskussionen rund um den Klimawandel eine große
Rolle. Ein Aspekt davon ist die tatsächliche Umweltbilanz der
unterschiedlichen Antriebsarten über den gesamten Lebenszyklus eines
Fahrzeugs hinweg. "Dass ein Elektroauto auf der Straße keinerlei
Emissionen produziert ist klar. Ob es jedoch tatsächlich
umweltfreundlicher ist als ein Diesel oder Benziner, konnte bisher
nicht eindeutig beantwortet werden", weiß ÖAMTC-Cheftechniker Thomas
Hametner. "Mit seinem Experten-Tool hat der Mobilitätsclub daher ein
Projekt initiiert, das einen umfassenden Vergleich von
Pkw-Antriebsarten in Hinblick auf klimarelevante
Treibhausgas-Emissionen – von der Produktion über den Betrieb bis zum
Recycling – ermöglicht."

Österreichischer Strom-Mix bringt Vorteil für Elektroautos

Ein Beispiel: Stellt man verschiedene Antriebsarten eines Autos der
Golf-Klasse einander gegenüber, zeigt sich, dass das Elektroauto
wegen der aufwendigen Batterie-Produktion mit einem größeren
CO2-Rucksack startet. "Mit dem österreichischen Strom-Mix lässt das
E-Auto bei zunehmender Betriebsdauer die anderen Antriebsvarianten
jedoch hinter sich", erklärt der ÖAMTC-Experte. Das bedeutet aber
nicht, dass E-Autos generell umweltfreundlicher sind. Stammt der
Lade-Strom beispielsweise nicht vorwiegend aus erneuerbaren
Energiequellen, kann sich ein ganz anderes Gesamtbild ergeben und ein
Verbrennungsmotor die bessere Bilanz haben. Würde Diesel z.B.
alternativ aus Hackschnitzeln erzeugt, wäre man damit ebenfalls
umweltfreundlicher unterwegs als mit einem E-Auto. Eine Grafik dazu
gibt es unter www.oeamtc.at/presse zum Download.

Mit all diesen Variablen operiert die Life Cycle Analyse des ÖAMTC.
Die Software berücksichtigt alle Antriebsarten. Auch die für die
Produktion des Kfz notwendige Energie, die Herstellung des
Kraftstoffes sowie eventuelle Verluste beim Transport (z.B. durch
undichte Pipelines) fließen ein. Variiert werden können u.a.
Fahrleistung, Fahrzeuggewicht, Batteriekapazität und Strom-Mix. "Aus
diesen Faktoren werden die klimarelevanten Kohlendioxid-, Methan- und
Lachgas-Emissionen ermittelt", erklärt Hametner die Funktionsweise.
In der derzeitigen Entwicklungsstufe können die Emissionen von
einzelnen Antriebsarten bestimmt werden – mittelfristig soll die Life
Cycle Analyse in die Wertung zum Green NCAP, der Umweltbewertung für
neue Fahrzeuge, einbezogen werden. Damit wird auch ein
Herunterbrechen auf Hersteller und Modell möglich.

Entwickelt wurde das Experten-Tool zur Life Cycle Analyse von der
Joanneum Research Forschungsgesellschaft unter Leitung von Gerfried
Jungmeier im Auftrag von ÖAMTC, ADAC und FIA.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel