• 27.06.2019, 08:46:01
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ÖAMTC testet fünf Elektroroller auf ihre Alltagstauglichkeit (+Foto, + Grafik)

Reichweite, Ladezeit, Fahreigenschaften und vieles mehr im Fokus des Mobilitätsclubs

Utl.: Reichweite, Ladezeit, Fahreigenschaften und vieles mehr im
Fokus des Mobilitätsclubs =

Wien (OTS) - Praktisch und umweltfreundlich – Elektroroller erobern
zusehends das urbane Stadtbild. Auch das Angebot wird immer größer.
Neben Rollern aus europäischer Produktion gibt es auch solche aus
asiatischer. Grund genug für den ÖAMTC und seine Partnerclubs, fünf
gängige Modelle genau in Augenschein zu nehmen und auf Stärken und
Schwächen zu testen.

Den kompaktesten Eindruck hinterließ die Vespa Elettrica von
Piaggio – gleichzeitig allerdings auch der teuerste Roller im Test.
"Obwohl der Roller noch ganz neu ist, wirkt er überaus durchdacht und
ausgereift", fasst ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl die Ergebnisse
zusammen. Sowohl was den Fahrkomfort als auch die Verarbeitung
betrifft, schneidet die Vespa gut ab. Zudem punktet das Modell aus
Italien mit der besten Reichweite ab Werk sowie der kürzesten
Ladezeit im Test. "Allerdings ist die Elettrica recht schwer, was ein
Schieben im wahrsten Sinne des Wortes erschwert", nennt Kerbl einen
Schwachpunkt. "Und auch der Akku ist fix verbaut, sodass ein Laden
nur im Freien oder der Garage möglich ist."

Ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der Niu
N1S. "Für weniger als 3.000 Euro bekommt man durchdachte Technik im
modernen Design", so der Techniker des Mobilitätsclubs. "Ein weiteres
Plus ist, dass der herausnehmbare Akku im Fahrzeugboden verbaut ist,
was für mehr Stauraum in der Sitzbank sorgt." Leichte Schwächen zeigt
der Roller aus China allerdings neben den Bremsen auch bei den
Ladezeiten.

Knapp dahinter auf Rang drei rangiert der Torrot Muvi, der für den
Mobilitätsclub seit vergangenem Jahr in Wien und Graz im ÖAMTC easy
way eScooter-Sharing unterwegs ist. "Die für einen Roller ungewohnte
16-Zoll-Bereifung wirkt sich positiv auf die Fahrstabilität aus",
weiß Kerbl. "Zudem verfügt der Roller als einziger im Test über ein
kombiniertes Bremssystem, bei dem die Vorderradbremse bei gezogener
Hinterradbremse mitbetätigt wird." Im Gegensatz zu anderen
Hersteller, die moderne LED-Technik für die Beleuchtung nutzen, setzt
das spanische Unternehmen jedoch auf konventionelles Halogenlicht,
was eine schlechtere Lichtleistung zur Folge hat.

Das kleinste, leichteste und günstigste Modell im Test ist der
Scooter Classic von unu. "Auf der einen Seite sind die geringen
Abmessungen ein Vorteil, da sie dem Roller im dichten Stadtverkehr
ein rasches Weiterkommen ermöglichen", erklärt der ÖAMTC-Techniker.
"Auf der anderen Seite ist er aber dadurch auch für Personen über
1,80 Metern Körpergröße nahezu ungeeignet." Auch beim Bremsen zeigt
der Roller aus Deutschland Schwächen.

Der unglückliche Verlierer im Test ist der Kumpan 1954 Ri. "Der in
Deutschland erdachte und in China gefertigte Roller hätte durchaus
Potenzial gehabt, auf einem der vorderen Plätze zu landen, denn trotz
seiner Größe ist er erstaunlich leicht und auch das Fahrwerk
überzeugt mit Komfort und Fahrstabilität", führt Kerbl aus. Der
letzte Platz im Test ist in erster Linie der schlechten Ausleuchtung
geschuldet. "Das Abblendlicht reicht gerade einmal etwas über fünf
Meter weit. Schaltet man das Fernlicht an, sieht man leider nicht
viel weiter. Eine nächtliche Fahrt kommt daher einem Blindflug
gleich", bringt es der ÖAMTC-Experte auf den Punkt.

Details zum Elektroroller-Test des ÖAMTC findet man unter
www.oeamtc.at/tests.

Mehr Infos über das eScooter-Sharing des Mobilitätsclubs gibt es
auf www.oeamtc.at/easyway.

Aviso an die Redaktionen: Fotos und eine Grafik zu diesem Thema
gibt es unter www.oeamtc.at/presse.

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