Mobile Klimageräte akute Gefahr: Wiener Rauchfangkehrer warnen vor Kohlenmonoxid-Unfällen

Unbedingt vor Inbetriebnahme von mobilen Klimageräten Raumluftbefund von Wiener Rauchfangkehrern durchführen lassen.

Wien (OTS) - Die Außentemperaturen steigen diese Woche abermals über 30 Grad. Höchste Zeit die regelmäßige, fachgerechte Überprüfung des Lufthaushaltes, der Durchlauferhitzer bzw. Thermen und der Abgasanlage im Rahmen der Hauptkehrung durch den Rauchfangkehrer durchführen zu lassen. Speziell bei Änderungen, welche den Lufthaushalt beeinträchtigen, wie bei der Installation eines mobilen Klimagerätes ist der Rauchfangkehrer zu verständigen. Ein weiterer unerlässlicher Faktor ist die jährliche Wartung der Gasgeräte durch einen befugten Installateur. „Eine schlecht gewartete Gasfeuerstätte und eine unzureichende Verbrennungsluftzuführung bergen große Risiken. Die womöglich austretenden Abgase enthalten das farb-, geruch- und geschmacklose Atemgift Kohlenmonoxid“, warnt Christian Leiner, Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer. „Die Häufung der CO-Unfälle in den letzten Wochen zeigt ein fehlendes Bewusstsein für die Problematik. Ein kurzer Termin mit dem Rauchfangkehrer schützt vor tragischen Vorfällen.“

Klimageräte belasten Luftverbund

Durch die wachsende Beliebtheit von mobilen Klimageräten ist es in den letzten Jahren zu vermehrten Problemen beim Luftaustausch in Wohnungen gekommen. „Es ist unbedingt notwendig, bei der Anschaffung eines mobilen Klimageräts eine Überprüfung des Luftverbunds durch den Rauchfangkehrer durchführen zu lassen“, sagt Christian Leiner. „Neu installierte luftabsaugende Einrichtungen können die Luftzirkulation stark beeinflussen. Nach einem Luftbefund können bei allfälligen Beeinträchtigungen gemeinsam Maßnahmen getroffen werden, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Bewohner zu verhindern und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.“ Moderne Split-Klimaanlagen, welche unabhängig von der Raumluft agieren und für ein sicheres wohltemperiertes Raumklima sorgen, sind eine Möglichkeit solche Gefahren zu vermeiden.

Luftstoppel sorgen für Gefahr

„Wenn Abgase einer Therme oder eines Durchlauferhitzers im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug sind, können diese nicht aufsteigen, und der ordnungsgemäße Abzug über den Rauchfang wird verhindert“, erklärt Leiner das Phänomen Luftstoppel. Verstärkt wird dieser Effekt durch geschlossene Fenster, die in sanierten oder modernen Gebäuden besonders dicht sind. Das führt dazu, dass kein Sauerstoff von außen in die Wohnräume kommt und die Luftzirkulation zum Stillstand gelangt. Die Gefahr von Kohlenmonoxid-Unfällen droht. Bei ungebremster Sonneneinstrahlung am Dach würde dieser Effekt sogar schon bei niedrigeren Temperaturen eintreten.

Regelmäßiges Lüften auch bei Hitze

Die einfachste Sicherheitsmaßnahme, um Kohlenmonoxid-Gefahren bei Tagen mit über 30 Grad zu vermeiden, ist das Öffnen der Fenster. „Jede Flamme verbraucht Sauerstoff und erzeugt Kohlenmonoxid. An Tagen mit Außentemperaturen ab rund 30 Grad Celsius ist in jedem Fall höchste Vorsicht geboten. Selbst bei durchgeführter Wartung und positivem Rauchfangkehrer-Befund kann sich ein Luftstoppel bilden“, gibt Leiner abschließend zu bedenken. „Daher ist die Bewusstseinsbildung enorm wichtig. Kohlenmonoxid-Unfälle kommen nicht nur bei veralteten Geräten vor.“


4 Tipps zur Sicherheit an heißen Tagen

  • Fenster öffnen - ausreichend Verbrennungsluft

Duschen, Geschirrabwaschen, etc. - sobald ein Gerät in Betrieb genommen wird, Fenster bzw. Türen zu anderen Räumen mit offenem Fenster öffnen. Auf Vollbäder an heißen Tagen verzichten.

  • Hauptkehrung

Stellen Sie sicher, dass Informationen an die richtigen Personen im Haushalt gelangen. Die persönliche Anwesenheit bei der Hauptkehrung hilft Gefahren zu vermeiden.

  • Wartung

Ob Durchlauferhitzer oder Therme: Die jährliche Wartung von einem Installateur-Fachbetrieb durchführen lassen.

  • Klimageräte

Vor Inbetriebnahme unbedingt Rauchfangkehrer-Befund über den Lufthaushalt erstellen lassen.


Die Wiener Rauchfangkehrer

Seit mehr als 580 Jahren überprüfen die Wiener Rauchfangkehrer regelmäßig die Feuerstätten der Wienerinnen und Wiener. Komfortables Wohnen und ein sicheres Leben in der Stadt wurden dadurch möglich. Technologische Entwicklungen machen Heizen zunehmend effizienter und umweltschonender. Rund 100 Betriebe der Rauchfangkehrer helfen den Wienerinnen und Wiener beim Wechsel auf neue Heizsysteme, stehen beim Umstieg mit hoher Fachkompetenz beratend zur Seite und ermöglichen einen sicheren Betrieb. www.rauchfangkehrer.wien

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