Fachstelle Selbstbewusst: Sexualpädagogik auch in Salzburg gefährdet

Mit 44.000 erreichten Personen und 15 Jahren Erfahrung trägt die Fachstelle zur Prävention von sexualisierter Gewalt bei. Gudrun Kugler (ÖVP) will das verbieten.

Lehrkräfte und Eltern schätzen unser Workshop-Programm als Ergänzung zum Regelunterricht. Jährlich müssen wir 40 Projekte wegen Geldmangels absagen. Externe Sexualpädagogik ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell
Robert Steiner
Wir stehen in keinem Machtverhältnis zu den Kindern, benoten nicht und sind dann auch wieder weg. Das bedeutet: Uns kann man auch Dinge fragen, die man sonst vielleicht peinlich findet. Unser Team verfügt über qualifizierte Ausbildungen, ist auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand und kann somit jede Frage altersadäquat beantworten
Gabriele Rothuber
Nicht gestellte oder nicht beantwortete Fragen führen zu einer Tabuisierung. Das ist für die Prävention sexualisierter Gewalt in der realen und digitalen Lebenswelt kontraproduktiv
Rothuber und Steiner

Salzburg (OTS) - Die Fachstelle Selbstbewusst ist über das drohende Aus für externe Sexualpädagogik an Schulen überrascht. „Lehrkräfte und Eltern schätzen unser Workshop-Programm als Ergänzung zum Regelunterricht. Jährlich müssen wir 40 Projekte wegen Geldmangels absagen. Externe Sexualpädagogik ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell“, so Robert Steiner von der Geschäftsführung.

Nicht nur Erwachsene wünschen sich eine externe Expertise als Ergänzung. „Wir stehen in keinem Machtverhältnis zu den Kindern, benoten nicht und sind dann auch wieder weg. Das bedeutet: Uns kann man auch Dinge fragen, die man sonst vielleicht peinlich findet. Unser Team verfügt über qualifizierte Ausbildungen, ist auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand und kann somit jede Frage altersadäquat beantworten“, sagt Gabriele Rothuber, Geschäftsführerin bei Selbstbewusst.

„Nicht gestellte oder nicht beantwortete Fragen führen zu einer Tabuisierung. Das ist für die Prävention sexualisierter Gewalt in der realen und digitalen Lebenswelt kontraproduktiv“, so Rothuber und Steiner unisono.

Ein Ausschluss externer Expertise, wie im Entschließungsantrag von Gudrun Kugler (ÖVP) gefordert, wäre deshalb fatal.

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