ÖGK nimmt Stellung zu Fakenews und falschen ZahlenÖGK nimmt Stellung zu Fakenews und falschen Zahlen

Wien (OTS) - In den Medien Oberösterreichische Nachrichten, Der Standard, Kronenzeitung und auch der APA wurden in den vergangenen Tagen völlig unrichtige oder im falschen Kontext dargestellte Kosten für die Fusion der neun GKK´s zur neuen ÖGK dargestellt. Weiters wurde die Besetzung des Managements der ÖGK falsch widergegeben.

Deshalb stellt der Vorsitzende des Überleitungsausschusses der ÖGK, Matthias Krenn, noch einmal in aller Deutlichkeit klar:

Die medial kolportierten Zahlen sind allesamt entweder völlig falsch oder in einem falschen Kontext dargestellt!

Zu Ausschreibungen und externen Beauftragungen

Für die externen Leistungen wurden vom Sozialministerium (BMASGK) europaweite Ausschreibungen durchgeführt und die Bestbieter ermittelt. Das Preis/Leistungsverhältnis ist im Rahmen dieses vollständig transparenten, dem Bundesvergabegesetz und der EU Vergaberichtlinie entsprechenden Vergabeverfahren vom renommierten Vergabeanwalt Mag. Martin Schiefer ermittelt worden und stellt damit das gegenwärtig bestverfügbare Verhältnis von Kosten und Qualität dar.

Die erforderlichen Leistungen für das Rebranding werden selektiv aus einem festgelegten Rahmenbudget von 400.000 Euro abgerufen. Jedes Angebot des Bestbieters GGK MullenLowe über einzelne Leistungspakete wird selbstverständlich von der ÖGK verhandelt und auf marktübliche Preisfestsetzung geprüft. Bei diesem Auftrag geht es darum, dutzende Außenstellen, eigene Einrichtungen, hunderte Websites, Drucksorten, Online-Angebote und auch die gesamte direkte Kommunikation mit den Versicherten zusammenzuführen.

Auch für Personal- und Organisationsentwicklung sowie Change-Management im Rahmen der Organisationsreform wurde der Bestbieter BDO ausgewählt und ein Rahmenbudget von 500.000 Euro definiert – pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter 50 Euro - aus dem nun Leistungen angeboten und beauftragt werden können. Gerade bei großen Transformationsprozessen ist das Thema Change-Management ein wichtiger Bestandteil, um die insgesamt mehr als 10.000 Mitarbeiter/innen einzubeziehen.

Sowohl für die Kreativleistungen von GGK MullenLowe als auch für das Change-Management bzw. den gesamten Veränderungsprozess durch BDO gibt es bis dato keine Beauftragung!

Weiters hält die ÖGK fest, dass Sparsamkeit und Kosteneffizienz oberste Prämissen bei der Beauftragung externer Dienstleistungsunternehmen sind. Fakt ist aber, dass die Fusion der GKK´s zur neuen Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) eine komplexe und umfangreiche Zusammenlegung ist, wie sie in dieser Form in Österreich bisher noch nie durchgeführt wurde.

Allein die Sicherstellung des reibungslosen Ablaufs der Fusion zum 1.1.2020 erfordert Transformationsarbeiten die derzeit in 5 Themenfelder und über 60 Einzelprojekten organisiert sind. Hauptaugenmerk ist dabei die uneingeschränkte Sicherstellung aller Sozialversicherungsleistungen für 7,2 Mio Versicherte sowie eine bundeweit einheitliche Vorgehensweise mit allen Vertragspartnern und Dienstgebern. Vor allem auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine bestmögliche Umsetzung zu erzielen.

Für die strukturelle Fusion der GKK´s zur ÖGK wurde ein Maximalrahmen von 6.230.170 Euro einstimmig beschlossen, auch mit der Stimme von Andreas Huss, selbst Mitglied des Überleitungsausschusses. Inkludiert sind dabei sowohl Budgetreserven als auch interne Kosten des IT- Dienstleistungsunternehmen ITSV, ein Tochterunternehmen der Sozialversicherung, die für die IT-Umstellung verantwortlich ist.

Zur Besetzung des ÖGK Management-Teams: Entscheidung der Selbstverwaltung ohne Gegenstimmen, externer Personalberater traf Vorauswahl

In „Der Standard“ vom 17. Juni wird die Bestellung der Generaldirektoren der ÖGK – unrichtig - dargestellt.

Die Auswahl des Personalberaters ist durch die von der Sozialministerin im Einvernehmen mit dem Finanzminister bestellte Kommissarische Leiterin Dr. Ingrid Nemec erfolgt. Sie hat dafür drei Vergleichsangebote eingeholt und in weiterer Folge dem Bestbieter Odgers Berndtson, der auch der Billigstbieter war, den Zuschlag erteilt. Dieses renommierte Unternehmen berät in Österreich auch u.a. die ÖBB oder die Asfinag.

Das Auswahlverfahren durch den Personalberater war zweistufig: Zunächst wurden die Bewerber zu einem Online Test eingeladen. In weiterer Folge erfolgten Tiefeninterviews. Auf Basis dieser beiden Schritte wurde ein Reihungsvorschlag durch den Personalberater erstellt.

Das vorgeschlagene Personalpaket wurde nach einer intensiven Diskussion im Überleitungsausschuss und mit dem Personalberater einstimmig angenommen.

Unzutreffend ist weiters die Darstellung, dass die Unterlagen für die Personalauswahl hätten vernichtet werden sollen. Vielmehr waren – wie in jedem Personalbesetzungsprozess üblich – datenschutzrechtliche Grundsätze und der Schutz persönlicher Daten sicherzustellen. Tatsache ist, dass sämtliche Unterlagen drei Jahre lang zugriffsgesichert aufbewahrt werden.

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