Sexualerziehung: ÖVP und FPÖ rückwärtsgewandt

Die allermeisten höheren Schulen nützen das Angebot von sexualpädagogischen Workshops durch externe SpezialistInnen. Das soll in Zukunft nicht mehr möglich sein.

Wir sind für Qualitätskontrolle. Wir sind für eine gute Information der Eltern und völlige Transparenz, was in den Workshops passiert. Aber alles zu untersagen, aus Angst oder weil man das sexualpädagogische Angebot nicht versteht, Ist völlige Resignation. Ist das die Freiheit, die sich die ÖVP und die FPÖ vorstellen? Es sollte Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern zugetraut werden, dass sie wissen, für welche Angebote sie sich entscheiden und was ihre Kinder brauchen
Mag. Martina Kronthaler, aktion leben österreich
Jugendliche profitieren von sexualpädagogischen Angeboten durch externe Spezialisten, in denen sie ihre Fragen stellen und erleben können, dass über sexuelle Themen wertschätzend und respektvoll gesprochen werden kann. Dieses Angebot zu untersagen, wie das einige ÖVP und FPÖ Abgeordnete vorschlagen, wirft die schulische Sexualpädagogik um Jahrzehnte zurück
Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin aktion leben österreich
Sexualität ist ein zentrales Lebensthema. Ihm in den Schulen Raum zu geben und dafür punktuell externe Spezialisten einzuladen, hat sich sehr bewährt.
Mag. Martina Kronthaler, aktion leben österreich

Wien (OTS) - „Jugendliche profitieren von sexualpädagogischen Angeboten durch externe Spezialisten, in denen sie ihre Fragen stellen und erleben können, dass über sexuelle Themen wertschätzend und respektvoll gesprochen werden kann. Dieses Angebot zu untersagen, wie das einige ÖVP und FPÖ Abgeordnete vorschlagen, wirft die schulische Sexualpädagogik um Jahrzehnte zurück“, betont Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben.

„Sexualität ist ein zentrales Lebensthema. Ihm in den Schulen Raum zu geben und dafür punktuell externe Spezialisten einzuladen, hat sich sehr bewährt. Das derzeit vorhandene vielfältige Angebot durch verschiedene Vereine hat sich aus einem Bedarf heraus entwickelt. Die Schulen konnten das nicht selbst abdecken. Schulen buchen die Workshops, mit denen sie zufrieden sind und die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler am besten entsprechen. Rein biologischer Faktenunterricht, wie er vor Jahrzehnten üblich war, entspricht nicht mehr dem Stand des Wissens“, so Kronthaler.

Für Qualitätskontrolle und für Freiheit

„Wir sind für Qualitätskontrolle. Wir sind für eine gute Information der Eltern und völlige Transparenz, was in den Workshops passiert. Aber alles zu untersagen, aus Angst oder weil man das sexualpädagogische Angebot nicht versteht, Ist völlige Resignation. Ist das die Freiheit, die sich die ÖVP und die FPÖ vorstellen? Es sollte Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern zugetraut werden, dass sie wissen, für welche Angebote sie sich entscheiden und was ihre Kinder brauchen“, betont Kronthaler.

Statt eines Verbotes wünscht sich aktion leben die Finanzierung von externen Workshops durch die öffentliche Hand. „Die Schulen sollen das finanziert bekommen. Sexualpädagogik ist wichtig und braucht einen höheren Stellenwert an Schulen“, betont Kronthaler abschließend.

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