Rotes Kreuz zu Entgeltfortzahlung für Freiwillig

Wien (OTS) - „Wir begrüßen Initiativen zur Förderung von Freiwilligkeit“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. Wichtig sei es, dass derartige Vorstöße gut durchdacht sind, damit es nicht zu ungewollten negativen Auswirkungen für die Freiwilligen komme.

„Einer der sieben Grundsätze des Roten Kreuzes ist die Freiwilligkeit“, sagt Schöpfer. „Freiwillige sind nicht nur das Fundament unserer täglichen Arbeit, sondern auch unserer Hilfe im Katastrophenfall.“

Diese Einsätze finden nicht nur in der Freizeit der Helferinnen statt. „Daher sind wir auf das Entgegenkommen der Arbeitgeber unserer Freiwilligen angewiesen. Viele von ihnen zögern keinen Moment, unseren Freiwilligen für diese Einsätze frei zu geben. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt der Rotkreuz-Präsident. „Eine Entschädigung aus öffentlichen Bundesmitteln für die in dieser Einsatzzeit anfallenden Personalkosten begrüßen wir.“

Eine Verpflichtung für Arbeitgeber zur Freistellung von Helfern hält das Rote Kreuz allerdings für kontraproduktiv - erstens, weil die überwiegende Mehrheit der Arbeitgeber schon jetzt auf freiwilliger Basis Helfern dienstfrei gibt und zweitens, weil ein derartiges Anrecht von Freiwilligen möglicherweise Nachteile am Arbeitsmarkt zur Folge hätte.

Das Rote Kreuz spricht sich für ein Anreizsystem aus, das Arbeitgeber belohnt, wenn sie Freiwillige für den Katastrophenhilfsdienst freistellen – z.B. durch eine Reduktion der Lohnnebenkosten.

„Ich erneure gerne unser Angebot an die Politik, bei Initiativen, die dazu dienen sollen, unsere Hilfstätigkeiten zu fördern, auf unsere Expertise zurückzugreifen“, sagt Schöpfer. „Wir stehen jederzeit für Gespräche zur Verfügung.“

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