Papamonat für alle - langjährige SPÖ-Forderung wird umgesetzt!

Blatnik: Endlich gerechtere Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit und eine Familienpolitik, die dem 21. Jahrhundert entspricht!

Klagenfurt (OTS) - Ein Fristsetzungsantrag der SPÖ für einen Rechtsanspruch auf Papamonat wurde gestern, Donnerstag, im Nationalrat beschlossen. Eine einmonatige Arbeitsfreistellung des Dienstnehmers nach der Geburt des Kindes wird so gesetzlich abgesichert. Während dieser Zeit erhalten die Dienstnehmer eine Art von Karenzgeld in der Höhe von 700 Euro, das nicht vom Dienstgeber ausbezahlt wird, sondern von den Krankenkassen. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause soll der Antrag den Nationalrat passieren.

„Ein notwendiger und wichtiger Schritt in eine moderne und den Erfordernissen der Zeit angepasste Familienpolitik ist gestern gesetzt worden“, zeigt sich die Vorsitzende der Kärntner SPÖ Frauen, Ana Blatnik, angesichts des Nationalratsbeschlusses erfreut. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein Thema, das uns auch noch in Zukunft beschäftigen wird, aber dieser Beschluss öffnet erstmals die Tür zu einer zukunftsweisenden, gerechten und angepassten Herangehensweise.“

Es ist nicht nur die längst fällige Annäherung an eine gerechtere Aufteilung von bezahlter und bezahlter Arbeit, die Blatnik hervorhebt und die von der SPÖ schon jahrelang gefordert wurde. Es ist vor allem die Bereitschaft tradierte Bilder und Klischees von Elternrollen, der Realität des 21. Jahrhunderts in Österreich anzupassen.

„Prioritäten ändern sich, Notwendigkeiten ändern sich. Ich kenne heute keinen frischgebackenen Vater mehr, der nicht mehr Zeit mit der Familie verbringen will - mit allem, was dazu gehört! In meiner Generation gab es noch Väter die nie Winden gewechselt haben, nie das Fläschchen gegeben haben und am Sonntag zwar mit der Familie spazieren gingen - den Kinderwagen aber von ihren Frauen schieben ließen“, erinnert Blatnik. „Heute ist die Betreuung der Kinder für viele Männer eine Selbstverständlichkeit - diesem gesellschaftlichen Wandel, müssen wir auch auf Gesetzgebungsebene entsprechen“, so Blatnik abschließend.

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