- 14.06.2019, 09:26:56
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AK Test: Achtung, Plastikgeld kann zur Spesenfalle werden!
Bei Bankomat- und Kreditkarten fallen in Nicht-Euro-Ländern immer Spesen an
Utl.: Bei Bankomat- und Kreditkarten fallen in Nicht-Euro-Ländern
immer Spesen an =
Wien (OTS) - Endlich weg! Zahlen mit Bankomat- oder Kreditkarte? In
Euro-Ländern kommt man mit der Bankomatkarte am besten weg: keine
Spesen beim Zahlen und Abheben – Vorsicht jedoch bei Drittanbietern.
Wo keine Euro-Währung gilt, können die Spesen je nach Bank
unterschiedlich hoch sein. Mit der Kreditkarte sind nur Einkäufe in
Euro-Ländern spesenfrei. Geld abheben kommt immer teuer – sogar in
Euro-Ländern! Das zeigt ein AK Test bei vier Kreditkartenunternehmen
und Bankomatkarten.
Die AK hat die Spesen von vier Kreditkartenfirmen für neu
abgeschlossene Verträge geprüft: American Express, card complete,
Diners Club und PayLife. Seit einiger Zeit kann mit Kreditkarten auch
kontaktlos bezahlt werden. Die Kosten für Kreditkarten sind je nach
Unternehmen und Leistungsumfang der Karte sehr unterschiedlich. So
werden klassische Kreditkarten bereits um eine Jahresgebühr von 19,20
Euro angeboten, Karten mit Zusatzleistungen, etwa
Versicherungsschutz, gibt es ab 57,60 Euro. „Bevor Sie sich für eine
Kreditkarte entscheiden, überlegen Sie sich, welche Leistungen Sie
brauchen“, rät AK Konsumentenschützerin Michaela Kollmann.
Der AK Test zeigt: Wer die Kreditkarte im Inland oder Euro-Raum
zum Zahlen zückt, hat keine Spesen. In Nicht-Euro-Ländern gibt es
beim Zahlen eine Manipulationsgebühr zwischen 1,5 und zwei Prozent je
nach Kreditkarte. Kollmann warnt vor Bargeldbehebungen: „Geld abheben
mit der Kreditkarte kann teuer kommen, auch im Inland.“ Die Spesen im
Inland und Euro-Raum betragen drei bis 3,3 Prozent, mindestens 2,50
bis vier Euro. In Nicht-Euro-Ländern kommt zu den Spesen noch eine
Manipulationsgebühr hinzu – sie kann bis zu zwei Prozent ausmachen.
Ein Beispiel zum Geld abheben in Nicht-Euro-Ländern: Wer 400 Euro mit
der American Express abhebt, zahlt 20 Euro Spesen, mit der
Bankomatkarte je nach Bank zwischen zwei und 6,16 Euro.
Die Kreditkartenfirmen bieten auch Ratenzahlung an. „Vorsicht,
Teilzahlung ist sehr teuer. Bei card complete, Diners Club und
PayLife betragen die Zinssätze bis zu 14 Prozent“, weiß Kollmann.
Zahlen und Geld abheben mit Bankomatkarten ist im Euro-Raum
spesenfrei. „Es können aber Buchungszeilenkosten in unterschiedlicher
Höhe anfallen – je nach Girokontomodell“, sagt Kollmann. Wer in
Nicht-Euro-Ländern seinen Urlaub verbringt, zahlt beim Abheben und
Einkauf je nach Bank verschiedene Spesen – beim Zahlen zwischen einen
Euro und 1,50 Euro plus bis zu ein Prozent vom Betrag, beim Geld
abheben zwischen zwei Euro und 2,36 Euro plus bis zu 0,95 Prozent vom
Betrag. „Vorsicht bei Drittanbietern von Bankomaten – sie verrechnen
eine Gebühr. Auch in Österreich ist die Firma Euronet ein
Drittanbieter und stellt aktuell 1,95 Euro pro Abhebung in Rechnung“,
betont Kollmann. „Achten Sie darauf! Wenn Sie kein gängiges
Bankenlogo am Bankomaten sehen, kann es sich um eine solchen Anbieter
handeln. In der Regel wird erst während der Behebung die Info
angezeigt, dass eine Gebühr verlangt wird. Sie können abbrechen!“
SERVICE: Den AK Test finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at
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