Power-to-gas schützt das Klima

Synthetisches Methan als Kraftstoff

Wien (OTS) - Im Kurier vom 7.06.2019 steht zu lesen, dass sich die Verkehrsminister der EU Staaten vorstellen können, als Gegenmaßnahme für den CO2 Ausstoß und die damit verbundene Klimaerwärmung eine km-Geld abhängige Maut einzuführen. Das ist schwachsinnig, denn dadurch wird weniger CO2 eingespart als eingespart werden müsste, um den Klimawandel noch in den Griff zu bekommen.

Laut Statistik beträgt der Anteil an CO2 durch den privaten Verkehr in Österreich nur 18 %. Wenn der Individualverkehr noch einmal besteuert würde, würde das möglicherweise um einige Prozentpunkte weniger CO2 bedeuten. Das Grundproblem an CO2 Ausstoß durch den Verkehr bzw. durch alle Transport abhängigen Fahrzeuge ist aber der zurzeit in Verwendung stehende Kraftstoff Diesel und Benzin. Daher hat sich die Industrie auch auf das Elektroauto festgelegt, das laut einer Studie aus Schweden vor allem bei der Produktion der Batterien pro KW Strom 150 – 200 kg CO2 produziert. Dazu kommt, dass laut Prof. Wellnitz von der TH Ingolstadt die Produktion der E-Autos bei VW 130.000 t Kobalt verbraucht, die Weltproduktion beträgt aber nur 123.000 t. Abgesehen von verschiedenen anderen Erden, die zum Größenteil aus China kommen bzw. Afrika wo die Chinesen die Schürfrechte besitzen und uns somit in ein unglaubliches Abhängigkeitsverhältnis bringen. Laut Presseaussendung hat China den Amerikanern im bestehenden Handelskrieg bereits gedroht die Einfuhr von seltenen Erden zu untersagen. Das ist kein Plus für das E-Auto.

Zu allem Überfluss ist das Elektroauto den Anforderungen des Individualverkehrs nicht gewachsen. Im Durchschnitt können Elektroautos nach heutigem Stand der Technik max. 200 km fahren. Ein Benzin oder Diesel betriebenes Fahrzeug schafft je nach Fahrweise locker 800 – 1000 km.

Die Besteuerung hat daher keinen Sinn. Im Gegenteil, wír müssen uns überlegen welche Kraftstoffe können wir in Zukunft verwenden um den Klimawandel einzubremsen. Da schon viel CO2 in der Luft ist, mehr als 400 ppm und CO2 nicht einfach aus der Atmosphäre verschwindet sondern eine hohe Lebensdauer hat, sind Überlegungen hinsichtlich der richtigen Energieerzeugung für die nächsten Jahren notwendig.

Energieträgern wie Sonne, Wind, Wasser haben den Nachteil, dass sie nicht speicherbar sind und mit Ausnahme von Speicherkraftwerken kaum Möglichkeiten bestehen, Wind oder Sonnenenergien zu konservieren, um sie zu nutzen wenn sie gebraucht werden.

Es gibt aber ein Energiemedium das einen Großteil dieser Anforderungen erfüllt und das um 25 % weniger CO2 Ausstoß hat als Benzin und Diesel, kaum Feinstaub produziert und 75 % weniger Stickstoffoxide hat als die herkömmlichen Treibstoffe. Diese Energiequelle hat einen Namen und dieser heißt „Power-to-gas“. Frei übersetzt, elektrische Energie zu Gas ist eine Technologie die schon seit über einem Jahrhundert bekannt ist und die mittels Wasserelektrolyse und nachgeschalteter Methanisierung mittels CO2 ein Brenngas herstellt. Wesentlich dabei ist, dass zur Herstellung CO2 benötigt wird, das aus der Luft geholt wird oder von Firmen die CO2 notwendiger Weise produzieren, direkt eingespeist werden kann.

Es ist den Medien, aber auch dem ORF offensichtlich entgangen, dass die OMV gemeinsam mit Porsche Österreich zu diesem Power-to-gas am 3.06. (Pressekonferenz) ein Konzept präsentiert hat, das Richtungsweisend für den gesamten Automobilsektor sein könnte. Da von insgesamt in Österreich erzeugtem CO2 Ausstoß durch den Verkehr über 10 % vom LKW bezogenen Trucks und Bussen kommen, die aber elektrisch nicht betrieben werden können, es sei denn im städtischen Bereich, wo sie schon eingesetzt werden, ist dieses Power-to-gas eine Möglichkeit auch den LKW-Verkehr im internationalen Bereich einzusetzen. Zusätzlich könnten sämtliche Schiffe, vor alle Container- und große Ferienschiffe in Zukunft mit Gas betrieben werden, was eine enorme Einsparung an CO2 ergeben würde.

Der deutsche Daimler-Konzern hat zusammen mit Shell Deutschland auf Wasserstoff gesetzt, der unter ähnlichen Bedingungen produziert werden kann wie Power-to-gas, allerdings ohne die Einbeziehung von CO2.

Das einzig Negative bei dieser Technologie ist die Tatsache, dass noch immer viel zu wenige Gasladestationen zur Verfügung stehen, auch wenn die OMV auf 160 bestehende hinweist. Wenn diese Technologie für den Automobilbereich in Zukunft tragbar sein soll, dann ist die EU gefordert sämtliche Tankstellenbetreiber in Europa anzuhalten, entsprechende Investitionen in diese Ladestationen durchzuführen.

Unter der Annahme, dass es gelänge sämtliche Kohlekraftwerke und mit Dieselöl betriebene Motoren auf Erdgas und in der Folge auf Power-to-gas umzuschalten wäre das ein erster Schritt, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen. Ideal wäre z.B. so wie bei der VW Versuchsanlage in Deutschland, wenn Firmen die einen hohen Ausstoß an CO2 haben, z.B. die VOEST, ein solches Werk auf die Beine stellen würden, um dort CO2 einzuspeisen, das würde sich wahrscheinlich die Kosten für die Zertifikate ersparen und brächte durch den Verkauf von Power-to-gas noch zusätzliches Geld.

Diese Technologie ist für die nächsten 10 Jahre das Maximum was wir auf Grund des heutigen Technologiestandard erreichen können. Die EU ist dringend gefordert entsprechende Entscheidungen zu treffen. Der Klimawandel kann eingedämmt werden, nur muss der politische Wille vorhanden sein. OMV und Porsche Österreich haben gezeigt wie es gehen kann.

Die Vorgabe der EU 35 % CO2 muss in der Autoproduktion eingespart werden sowie andere Aussagen österreichischer Politiker zur Einsparung und die Demonstrationen angeregt durch das schwedische Mädchen Greta Thunberg und Arnold Schwarzenegger sind mit Verlaub nichts anderes als heiße Luft. Keiner von denen hat jemals einen Vorschlag unterbreitet welche Maßnahmen getroffen werden müssen um den Klimawandel einzudämmen. Der einzige Verdienst von Greta Thunberg ist, dass sie vor allem die Jugend in Europa aufgerüttelt hat. Das ist aber ohne Lösungsvorschläge zu wenig. ÖSTERREICH PRO EU.

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