- 07.06.2019, 10:27:41
- /
- OTS0063
„Orientierung“ über „Öko“ und Religion: Verwenden statt verschwenden
Am 9. Juni um 12.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 9. Juni um 12.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert „Orientierung“ am Sonntag, dem
9. Juni 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:
Papst in Rumänien: Ruf nach Versöhnung
Nur drei Wochen nach seinem Bulgarien-Besuch ist Papst Franziskus
wieder in ein mehrheitlich christlich-orthodoxes Land gereist. 20
Jahre nach dem ersten Besuch von Johannes Paul II. hat er Rumänien
besucht. Anders als der Papst aus Polen beschränkte sich Franziskus
aber nicht auf die Hauptstadt Bukarest, sondern bereiste auch einige
andere Regionen. Höhepunkt des Besuches war die Seligsprechung von
sieben griechisch-katholischen Bischöfen, die vom kommunistischen
Regime verfolgt worden sind, da sie nicht zur orthodoxen Kirche
übertreten wollten. In der Stadt Blaj hat Franziskus Roma-Gemeinden
um Vergebung gebeten – für jenes Unrecht, das ihnen im Laufe der
Geschichte angetan worden ist. Katholiken – so Franziskus – seien an
den Diskriminierungen und Misshandlungen nicht unbeteiligt gewesen.
Ein anderer Schwerpunkt waren die ökumenischen Beziehungen. Das Motto
der Reise: Gemeinsam gehen. Bericht: Mathilde Schwabeneder
Katholiken auf Kuba: Erstmals seit 60 Jahren neue Kirche eingeweiht
Mehr als 20 Jahre ist es her, dass Papst Johannes Paul II. die
karibische Zuckerinsel besuchte – als erster Papst überhaupt. Das
Treffen zwischen dem damaligen Staatschef Fidel Castro und dem
polnischen – strikt antikommunistischen – Papst galt in der
Vorbereitungsphase als schwierig. Doch zur großen Überraschung vieler
verstanden sich die beiden Männer deutlich besser als erwartet. Eine
Folge: Die Lage der lange Zeit unterdrückten römisch-katholischen
Kirche auf Kuba hat sich seitdem deutlich verbessert. Ein Beispiel
dafür ist eine bei dem Treffen vereinbarte Verabredung, erstmals seit
1959 drei neue Kirchenbauten zu genehmigen: eine neue Kirche in
Havanna, eine in Santiago de Cuba und eine weitere im kleinen Ort
Sandino in der Tabakprovinz Pinar del Rio. Dort, in Sandino, fand
Ende Jänner nun die lang ersehnte Eröffnung statt. Ein
„Orientierung“-Team war dabei, hat mit Pater Cirilo Castro Fuentes
gesprochen, der vor vier Jahren den Grundstein für die neue Kirche
gelegt hat, und hat engagierte Katholikinnen und Katholiken
getroffen, die ihren Glauben nun deutlich offener bezeugen können.
Bericht: Jochen Beckmann
„Öko“ und Religion zum MUTTER ERDE-Schwerpunkt „Verwenden statt
verschwenden“
Es gibt sie, die Öko-Vorzeigeprojekte im religiösen Bereich:
Evangelische Pfarrgemeinden, die ihre Betriebsräume mit Ökostrom
versorgen, katholische Bildungshäuser, die in den vergangenen Jahren
isoliert und gedämmt haben und dadurch viel Energie einsparen, oder
auch einen buddhistischer Stupa-Neubau, der besonders Rücksicht auf
die Natur ringsum nehmen möchte. Doch wie sieht es in einem ganz
normalen Dorf, in einer x-beliebigen Stadt in Österreich aus, abseits
der Leuchtturmprojekte? Wie gehen dort Menschen mit dem Thema
„Verwenden statt verschwenden” um? Hat ihr Einsatz für die Umwelt,
sollte es einen geben, etwas mit ihren Glaubensüberzeugungen, mit
ihrer Religion und ihrem Gottesbild zu tun? Ein „Orientierung“-Team
hat versucht, auch in der Berichterstattung ungewohnte Wege zu gehen:
Es folgte dem Zufall. Ein beliebiger Ort wurde Ausgangspunkt einer
Recherche über „Menschen wie du und ich“ und ihren religiös
motivierten Einsatz für „Verwenden statt verschwenden“. Und noch
etwas wurde probiert: Die Produktion sollte auch so umweltschonend
ablaufen wie nur irgendwie möglich. Bericht: Marcus Marschalek,
Marietta Trendl
Pilgern nach Tunesien: Juden feiern Lag BaOmer auf Djerba
33 Tage nach Pessach feiern Juden das Fest Lag BaOmer. Zu Lag BaOmer
pilgern traditionell viele Juden nach Meron in Galiläa, einem Zentrum
jüdischer Mystik in Nordisrael. Seit einigen Jahren kommen aber auch
immer mehr zur alten La-Ghriba-Synagoge in Tunesien, darunter eine
große Zahl israelischer Jüdinnen und Juden mit tunesischen Wurzeln.
Bisher hatte die israelische Regierung vor der Wallfahrt in das
nordafrikanische, muslimische Land gewarnt. Heuer erging erstmals
keine Reisewarnung. Das wird auch daran liegen, dass der bisherige
Organisator der Pilgerreisen nicht nur von der Insel Djerba stammt
und gleichsam ein Kind der La Ghriba ist, sondern jetzt auch als
parteiloser Minister für Tourismus in Tunis am Kabinettstisch sitzt:
Rene Trabelsi ist der einzige jüdische Minister in einem arabischen
Land. Tunesien bemüht sich dabei, sich als „Land der Toleranz“ zu
präsentieren. Und Religion und das Miteinander der Religionen spielen
da – nicht zuletzt in der „Außenwirkung“ – eine wichtige Rolle.
Bericht: Detlef Urban
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






