- 06.06.2019, 08:00:01
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„profil“-Umfrage: ÖVP baut Vorsprung aus, Kurz verliert an Strahlkraft
Sonntagsfrage: FPÖ erstmals wieder vor der SPÖ auf Platz zwei
Utl.: Sonntagsfrage: FPÖ erstmals wieder vor der SPÖ auf Platz zwei =
wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner neuen
Ausgabe berichtet, hält ÖVP-Chef Sebastian Kurz die Konkurrenz bei
der Kanzler-Frage weiter auf Abstand. 33% der Befragten würden ihn in
einer Direktwahl zum Kanzler wählen. Allerdings büßte Kurz deutlich
an Strahlkraft ein. Noch im April lag der Wert bei 42%. Norbert Hofer
folgt mit 16% immer noch weit abgeschlagen dahinter (April: 12%).
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner stürzt in der fiktiven Kanzlerfrage
auf ihr historisches Tief von 10% ab (April: 16%). Neos-Chefin Beate
Meinl-Reisinger käme laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique
research für profil durchgeführten Umfrage auf 6%, der Grüne Werner
Kogler auf 5%.
In der Sonntagsfrage liegt die ÖVP mit 37% deutlich an erster
Stelle. Damit legt die ÖVP gegenüber April um drei Prozentpunkte zu.
Die SPÖ hingegen sackt um sieben Prozentpunkte auf 20% ab und liegt
damit erstmals seit zwei Jahren hinter der FPÖ, die auf 21% kommt
(April: 22%). Die Grünen segeln im Aufwind und erreichen 10% (April:
5%), damit liegen sie nun gleichauf mit den Neos (April: 7%).
Bei der Frage, welche Partei seit Veröffentlichung des Ibiza-Videos
in der Bevölkerung den besten Eindruck hinterließ, schneidet die ÖVP
am besten ab (21%), dicht gefolgt von den Neos (20%). Dass die FPÖ
hier eher mäßig punktet (9%) verwundert nicht; erstaunlicher ist das
dürftige Ergebnis der SPÖ (8%). Den Grünen geben 9% die besten
Haltungsnoten. Die Werte unterscheiden sich stark nach
Parteipräferenz: 60% der ÖVP-Anhänger sind vom Verhalten der ÖVP
angetan, 42% der SPÖ-Anhänger von der SPÖ, 38% der FPÖ-Wähler von der
FPÖ.
Geteilter Ansicht ist die Bevölkerung bei der Frage, ob der
Misstrauensantrag gegen Kurz und seine Übergangsregierung
gerechtfertigt war. 42% antworten mit ja (24% auf jeden Fall, 18%
eher ja), 50% zeigten sich damit nicht einverstanden (20% eher nein,
30% überhaupt nicht). Auch hier schwanken die Werte je nach
Parteizugehörigkeit erheblich. Die wenigsten Anhänger findet der
Misstrauensantrag unter ÖVP-Wählern (7%), die meisten unter
SPÖ-Wählern (76%), die FPÖ-Anhänger rangieren mit 54% in der Mitte.
Auf einhellige Zustimmung stößt das Verhalten des Bundespräsidenten
während der politischen Krise. 79% der Befragten zollen Alexander Van
der Bellen dafür Respekt (ÖVP-Wähler: 89%, FPÖ: 58%, SPÖ: 91%). Die
neue Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein kommt auf eine Zustimmungsrate
von 55% (ÖVP-Wähler: 60%, FPÖ: 36%, SPÖ: 72%).
(n = 800, maximale Schwankungsbreite +/- 3,5 %)
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