- 06.06.2019, 06:00:01
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Greenpeace-Test: Billigkleidung kann für KonsumentInnen teuer werden
Qualität der Probe-Shirts bereits nach einem Waschgang mangelhaft - Fast Fashion produziert für den Müll und schadet massiv der Umwelt
Utl.: Qualität der Probe-Shirts bereits nach einem Waschgang
mangelhaft - Fast Fashion produziert für den Müll und schadet
massiv der Umwelt =
Wien (OTS) - Greenpeace hat fünf T-Shirts von Billig-Textilketten auf
ihre Qualität testen lassen (https://bit.ly/2WCZi1f). Das Ergebnis:
Wer billig kauft, kauft teuer. Denn nach dem Test wiesen alle Proben
gravierende Mängel auf: Fast alle Oberteile aus Baumwolle, Viskose
und Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in ihrer Größe
verändert. Zudem zeigte sich im UV-Test, dass einige der Shirts in
der Sonne leicht ausbleichen. Außerdem waren alle T-Shirts mit
Fusseln übersät. Diese können nach mehrmaligem Waschen zu Löchern
werden. Die Umweltschutzorganisation fordert die Textil-Industrie
sowie die Politik auf, höhere Qualitätsstandards für Kleidung
einzuführen.
“Der Greenpeace-Test zeigt klar: Die Fast-Fashion-Industrie
produziert Kleidung für den Müll. Die Billiganbieter locken mit
günstigen Angeboten für wenige Euro, doch am Ende kommt das böse
Erwachen. Schon nach einmal Waschen haben die getesteten T-Shirts
deutlich an Qualität verloren”, sagt Nunu Kaller, Expertin für
Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich. “Weil die Kleidung so
billig ist, wird kurz darauf ein neues Shirt gekauft und das kaputte
ersetzt. Für die Umwelt ist das katastrophal. Die Textilproduktion
gehört zu den schmutzigsten Industrien der Welt: Der Einsatz von
Glyphosat und anderen umweltgiftigen Chemikalien steht hier an der
Tagesordnung.”
Für den Greenpeace-Test wurden fünf Shirts, jeweils eines von NKD,
KIK sowie New Yorker und zwei von Primark vom deutschen
Forschungsinstitut Hohenstein analysiert. Es wurden verschiedene
Wasch- und Reibtests anhand entsprechender ISO-Standards
durchgeführt. Vier von fünf Oberteilen aus Baumwolle, Viskose und
Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in der Größe
verändert: Zwei waren deutlich kürzer, zwei deutlich enger. Eines
davon wurde nach dem Bügeln jedoch sogar breiter als beim Kauf. Drei
Shirts fielen beim Test auf Lichtechtheit durch, das bedeutet, die
Farbe der Oberteile war deutlich ausgebleicht, nachdem sie Licht
ausgesetzt waren. Der Stoff von drei Proben wurde zudem nach dem
Waschen härter, und bei vier Shirts bildeten sich verstärkt Fusseln.
Werden diese Kleidungsstücke mehrmals gewaschen, können hier auch
Löcher entstehen.
“Das Problem bei billig produzierter Kleidung ist, dass hier für die
Produktion meistens Fasern schlechter Qualität verwendet werden. Je
kürzer etwa die Baumwollfasern sind, desto kürzer ist die Lebensdauer
eines Kleidungsstücks”, sagt Kaller. Greenpeace rät beim Kauf von
Kleidung immer auf die Qualität zu achten und vor allem auf
Second-Hand-Waren zurückzugreifen. “Das Kleidungsstück, das nicht
produziert wurde, ist immer das umweltfreundlichste”, sagt Kaller.
Das heißt: Kleidung am besten so lange wie möglich tragen und dabei
auch auf die Qualität achten. Damit schont man nicht nur die Umwelt,
sondern auch die eigene Geldbörse.
Den Link zum Fact Sheet “Wer billig kauft, kauft teuer” samt
Testergebnisse finden Sie unter: https://bit.ly/2WCZi1f
Den Link zum Greenpeace-Report “Wer billig kauft, kauft teuer” finden
Sie unter: http://bit.ly/314Sn09
Bildmaterial finden Sie unter: http://bit.ly/2MfRGxm
Die Fotos stehen für eine einmalige Verwendung unter Angabe der Photo
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