Greenpeace-Test: Billigkleidung kann für KonsumentInnen teuer werden

Qualität der Probe-Shirts bereits nach einem Waschgang mangelhaft - Fast Fashion produziert für den Müll und schadet massiv der Umwelt

Wien (OTS) - Greenpeace hat fünf T-Shirts von Billig-Textilketten auf ihre Qualität testen lassen (https://bit.ly/2WCZi1f). Das Ergebnis:
Wer billig kauft, kauft teuer. Denn nach dem Test wiesen alle Proben gravierende Mängel auf: Fast alle Oberteile aus Baumwolle, Viskose und Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in ihrer Größe verändert. Zudem zeigte sich im UV-Test, dass einige der Shirts in der Sonne leicht ausbleichen. Außerdem waren alle T-Shirts mit Fusseln übersät. Diese können nach mehrmaligem Waschen zu Löchern werden. Die Umweltschutzorganisation fordert die Textil-Industrie sowie die Politik auf, höhere Qualitätsstandards für Kleidung einzuführen.

“Der Greenpeace-Test zeigt klar: Die Fast-Fashion-Industrie produziert Kleidung für den Müll. Die Billiganbieter locken mit günstigen Angeboten für wenige Euro, doch am Ende kommt das böse Erwachen. Schon nach einmal Waschen haben die getesteten T-Shirts deutlich an Qualität verloren”, sagt Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich. “Weil die Kleidung so billig ist, wird kurz darauf ein neues Shirt gekauft und das kaputte ersetzt. Für die Umwelt ist das katastrophal. Die Textilproduktion gehört zu den schmutzigsten Industrien der Welt: Der Einsatz von Glyphosat und anderen umweltgiftigen Chemikalien steht hier an der Tagesordnung.”

Für den Greenpeace-Test wurden fünf Shirts, jeweils eines von NKD, KIK sowie New Yorker und zwei von Primark vom deutschen Forschungsinstitut Hohenstein analysiert. Es wurden verschiedene Wasch- und Reibtests anhand entsprechender ISO-Standards durchgeführt. Vier von fünf Oberteilen aus Baumwolle, Viskose und Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in der Größe verändert: Zwei waren deutlich kürzer, zwei deutlich enger. Eines davon wurde nach dem Bügeln jedoch sogar breiter als beim Kauf. Drei Shirts fielen beim Test auf Lichtechtheit durch, das bedeutet, die Farbe der Oberteile war deutlich ausgebleicht, nachdem sie Licht ausgesetzt waren. Der Stoff von drei Proben wurde zudem nach dem Waschen härter, und bei vier Shirts bildeten sich verstärkt Fusseln. Werden diese Kleidungsstücke mehrmals gewaschen, können hier auch Löcher entstehen.

“Das Problem bei billig produzierter Kleidung ist, dass hier für die Produktion meistens Fasern schlechter Qualität verwendet werden. Je kürzer etwa die Baumwollfasern sind, desto kürzer ist die Lebensdauer eines Kleidungsstücks”, sagt Kaller. Greenpeace rät beim Kauf von Kleidung immer auf die Qualität zu achten und vor allem auf Second-Hand-Waren zurückzugreifen. “Das Kleidungsstück, das nicht produziert wurde, ist immer das umweltfreundlichste”, sagt Kaller. Das heißt: Kleidung am besten so lange wie möglich tragen und dabei auch auf die Qualität achten. Damit schont man nicht nur die Umwelt, sondern auch die eigene Geldbörse.

Den Link zum Fact Sheet “Wer billig kauft, kauft teuer” samt Testergebnisse finden Sie unter: https://bit.ly/2WCZi1f

Den Link zum Greenpeace-Report “Wer billig kauft, kauft teuer” finden Sie unter: http://bit.ly/314Sn09

Bildmaterial finden Sie unter: http://bit.ly/2MfRGxm
Die Fotos stehen für eine einmalige Verwendung unter Angabe der Photo Credits (© Vorname/Nachname der FotografIn / Greenpeace) kostenlos zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Nunu Kaller
Expertin für Konsumfragen
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 612 67 12
E-Mail: nunu.kaller@greenpeace.org

Réka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: + 43 (0)664 85 74 59 8
E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org

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