Josef Taucher (SPÖ): So nicht, Herr Hofer! Klimaschutz braucht Herzblut!

Für den Roten sind die Blauen ganz schlechte Grüne

Wien (OTS/SPW-K) - „Die FPÖ entdeckt das Klima für sich – das ist der Witz des Tages“, kommentiert Wiens SPÖ-Klubvorsitzender und Umweltsprecher Josef Taucher die Ankündigungen des blauen Parteichefs Hofer. „Als jahrelanger Umweltpolitiker kann ich dem Ex-Verkehrsminister nur ausrichten: So nicht! Klimaschutz braucht Herzblut. Klimaschutz braucht Engagement, Klimaschutz braucht Glaubwürdigkeit. Damit kann die FPÖ nicht punkten.“

Und wirklich scheint der Klimaschutz für die FPÖ politisches Neuland zu sein. So beschimpfte das FPÖ-nahe Wochenblatt „Zur Zeit“ noch vor wenigen Wochen Klima-Aktivistin Greta Thunberg als „psychisch kranke Göre“. Die 16-jährige Schwedin wird regelmäßig Opfer rechter KampfposterInnen. Ein freiheitlicher Nachwuchsfunktionär zog auf Facebook gar Parallelen zwischen Thunbergs Arbeit und NS-Propaganda. Regelmäßig stellen rechte MeinungsmacherInnen den vom Menschen verursachten Klimawandel infrage – darunter sogar Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache.

„Mir ist auch nicht bekannt, dass sich Norbert Hofer von den Plänen seines Ex-Parteichefs distanziert hat, Österreichs Wasser zu privatisieren. ‚Ibizagate‘ ist uns allen ja noch in bester – oder eigentlich schlechtester – Erinnerung“, fügt Taucher hinzu. Ein Bericht der Plattform Addendum hat kürzlich die Hintergründe einer „Wasserprivatisierung à la Strache“ erhoben. Fazit: Mit der Vergabe von Wasserrechten lassen sich durchaus Geschäfte machen.

„Auch die Glaubwürdigkeit von FPÖ-Chef Norbert Hofer ist nicht besonders hoch“, urteilt Taucher. „Schließlich hat er uns als Infrastrukturminister Tempo 140 beschert und den ‚Luft-Hunderter‘ als wirkungslos abgetan. Dass bei erhöhter Geschwindigkeit auch mehr Schadstoffe in die Luft geblasen werden, war Hofer vor ein paar Monaten noch egal.“

Die Wiener Stadtregierung zeigt in Sachen Klimaschutz dagegen Initiative. „Wir haben vor Kurzem ein Sonderbudget für Baumpflanzungen im Gemeinderat beschlossen“, erzählt Taucher von der jüngsten Initiative, Wien klimafit zu machen. „Denn wir sind hier die ‚Coolen‘. Wir kämpfen gegen ‚Urban Heat Islands‘ und kühlen die Stadt. Es geht um unsere Zukunft.“

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