• 05.06.2019, 12:15:54
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Vorarlberg als Fahrrad-Vorreiter

LR Rauch stellte in Berlin die erfolgreiche Vorarlberger Radverkehrspolitik vor

Utl.: LR Rauch stellte in Berlin die erfolgreiche Vorarlberger
Radverkehrspolitik vor =

Berlin (OTS) - Vorarlberg ist österreichweit Spitzenreiter im
Radverkehr – werden hierzulande mit 16 Prozent Radverkehrsanteil doch
mehr als doppelt soviele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückgelegt als
im Bundesschnitt. Über den Vorarlberger Weg der Radförderung
berichtete Mobilitätslandesrat Johannes Rauch auf Einladung des
Deutschen Instituts für Urbanistik beim Parlamentarischen Abend der
Fahrradakademie in der Österreichischen Botschaft in Berlin am
Dienstag, 4. Juni. Im Anschluss an den Vortrag folgte eine Diskussion
mit deutschen Bundestagsabgeordneten.
Vor Bundestagsabgeordneten verschiedener Fraktionen,
Landtagsabgeordneten und weiterem interessierten Fachpublikum wurden
Fragen der Radförderung im ländlichen Raum in den Räumlichkeiten der
Österreichischen Botschaft erörtert. Vorarlberg war dabei als
Best-Practice-Beispiel eingeladen, um aus der langjährigen
erfolgreichen Fahrradpraxis zu berichten. Landesrat Rauch betonte
dabei: „Angebot schafft Nachfrage! Wenn wir wollen, dass die Menschen
öfter das Fahrrad wählen, müssen wir Ihnen hervorragende
Infrastruktur bieten. 2018 investierten wir fast fünf Millionen Euro
und damit über zehn Euro pro Einwohnerin bzw. Einwohner. Hier ist
aber noch viel Luft nach oben. Das sehen erfreulicherweise auch immer
mehr BürgermeisterInnen in Vorarlberg so. Außerdem braucht es eine
Stimmung, eine Kultur, in der Radfahren einfach selbstverständlich
ist und zum Alltag gehört. Auch hier setzen wir Anreize durch
spielerische Wettbewerbe, Schulaktionen, Medienarbeit und vielem
mehr.“ 2017 wurden in der neuen Radverkehrsstrategie
„Ketten-Reaktion“ 124 Maßnahmen festgelegt, die nötig sind um den
Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen und eine Radkultur zu
etablieren.

„Wir stehen nicht schlecht da, aber wir müssen noch mehr erreichen,
um zukunftsfähig unterwegs zu sein. Der Umstieg aufs Rad ist auch für
unser Klima und unsere Umwelt von zentraler Bedeutung. Wir wollen
2030 21 Prozent Radverkehrsanteil aufweisen. Wenn wir uns
international, beispielsweise mit den Niederlanden vergleichen, sehen
wir, wieviel noch möglich ist!“, so LR Rauch weiter.

Münster und Freiburg als Vorbilder

„Deutsche Städte wie Münster oder Freiburg sind für uns Vorbild“,
betonte Landesrat Rauch: „Was hier in den Städten gelingt wollen wir
im suburbanen Raum umsetzen und zeigen: Wer öfter mit dem Rad
unterwegs ist, ist gesünder, schneller und einfacher mobil und trägt
dazu bei, Vorarlberg zu einer der zukunftsfähigsten Regionen Europas
zu machen. Großartige Veranstaltungen wie diese helfen uns dabei,
Brücken zu schlagen, Kooperationen zu bilden und gemeinsam unsere
Regionen zu stärken.“

Fachveranstaltung an der Österreichischen Botschaft in Berlin

Österreich war bei dieser Fachveranstaltung stark vertreten: Neben
Landesrat Rauch informierten Bundesradkoordinator Martin Eder und
Verkehrsplanerin Andrea Weninger (Rosinak&Peter, sie hat auch
federführend an der Erstellung des neuen Vorarlberger
Mobilitätskonzepts mitgewirkt) und betonten die Bedeutung des
Radverkehrs, gerade für den ländlichen Raum. Auch der Koordinator von
der Radkompetenz Österreich, Alec Hager, befand sich im Publikum.
U-Bahnen oder ÖV-Systeme wie in Großstädten sind nicht in jedem Dorf
möglich, das Fahrrad bietet hier Alternativen und kann zum Gelingen
einer Verkehrswende entscheidend beitragen! Die intensive Diskussion
mit deutschen Bundestagsabgeordneten und weiteren politischen
VertreterInnen der Bundesrepublik brachte viel Lob und Anerkennung
für Vorarlbergs bisherigen Weg, aber auch noch offene Punkte und
Möglichkeiten der Verbesserung wurden diskutiert.

650.000 Tafeln Schokolade

Das große Interesse und die steigende Teilnahme am Vorarlberger
Fahrradwettbewerb sind ein Beleg dafür, dass dieses Thema auf breite
Akzeptanz in der Beblkerung stößt. Die folgende Grafik belegt dies in
„Schokoladeeinheiten“.

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