• 29.05.2019, 13:10:42
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Lauda-Requiem: "Sterben ist auch wie Heimkommen"

Trauergottesdienst im Stephansdom eröffnet - Neben rund 500 geladenen Trauergästen zollten Tausende Wienerinnen und Wiener der verstorbenen Rennfahrerlegende Tribut

Utl.: Trauergottesdienst im Stephansdom eröffnet - Neben rund 500
geladenen Trauergästen zollten Tausende Wienerinnen und Wiener
der verstorbenen Rennfahrerlegende Tribut =

Wien (KAP) - "Sterben ist für Christen nicht nur Verlust, sondern
auch wie Heimkommen, Coming home." - Mit diesen Worten hat Dompfarrer
Toni Faber Mittwochmittag das Requiem für Niki Lauda im Wiener
Stephansdom eröffnet. Die Rennfahrerlegende war seit Mittwochfrüh im
Dom aufgebahrt. Abertausende Menschen zogen am Vormittag am mit
Laudas Rennhelm und einem Lorbeerkranz geschmückten geschlossenen
Sarg vorbei und erwiesen ihm die letzte Ehre.

Die Politik war beim Requiem neben Bundespräsident Alexander Van der
Bellen u.a. durch Sebastian Kurz und den Wiener Bürgermeister Michael
Ludwig vertreten. Aus Bahrain war Kronprinz Salman bin Hamad Al
Khalifa angereist, aus den USA die "steirische Eiche", Arnold
Schwarzenegger. Neben rund 500 geladenen Trauergästen zollten
Tausende Wienerinnen und Wiener Lauda Tribut und füllten den
Stephansdom bis auf den letzten Platz. Bei weitem nicht alle, die
wollten, fanden im Dom Platz.

Auch das Who is Who der Formel 1 erwies Niki Lauda beim Requiem die
letzte Ehre. Gekommen waren u.a die Weltmeister Lewis Hamilton, Jacky
Stewart und Nico Rosberg, Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff,
Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko, die Ex-Rennfahrer Gerhard
Berger und Alexander Wurz, Welt-Automobilverband-Präsident Jean Todt,
der frühere Ferrari-Chef Luca di Montezemolo und Ex-Formel-1-Manager
Flavio Briatore. Auch auffallend viele Skilegenden waren im Dom, so
etwa Hermann Maier, Karl Schranz, Franz Klammer, Harti Weirather oder
Aksel Lund Svindal.

Dompfarrer Faber richtete eingangs des Gottesdienstes an die Familie
Laudas und die Trauergäste Segens- und Beileidswünsche von Kardinal
Christoph Schönborn aus, "der aus gesundheitlichen Gründen nicht
teilnehmen kann, aber im Gebet mit uns verbunden ist".

Der Messe standen Dompfarrer Faber und der Heimatpfarrer von Niki
Lauda, Hubert Ritt, vor. Die Lesung aus dem Buch Jesaja aus dem Alten
Testament wurde von Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost vorgelesen.

Die Musik beim Requiem bestand einerseits aus liturgische Orgel- und
Bläsermusik, andererseits wurden Lieblingslieder von Niki Lauda
gespielt, u.a. von Tracy Chapman, John Lennon und Family of the Year.
Damit erwiesen Christian Kolonovits und Band Niki Lauda die letzte
Ehre. Das Lied "Save us all" von Tracy Chapmann lag Lauda auch
deshalb besonders am Herzen, weil es darin heißt: "I hope someones
God will save us, save us all, and love the sinners too."

((forts. mgl.)) GPU/GUT/PWU
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