• 28.05.2019, 12:43:21
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Karin Kneissl: „Die UNO-City ist ein Symbol der österreichischen Außenpolitik. Es geht darum, Brücken zu schlagen“

UNO-Generalsekretär Guterres und Außenministerin Kneissl bei Festakt zu 40 Jahren UNO-City

Utl.: UNO-Generalsekretär Guterres und Außenministerin Kneissl bei
Festakt zu 40 Jahren UNO-City =

Wien (OTS) - Anlässlich des 40. Jahrestages des Vienna International
Centre – in Österreich besser bekannt als UNO-City – nahm
Außenministerin Karin Kneissl, gemeinsam mit UNO–Generalsekretär
António Guterres sowie dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig, am
27. Mai 2019 an einem Festakt im Wiener Hauptquartier der Vereinten
Nationen teil.

„Ich erinnere mich sehr gut an den 23. August 1979, als ich mit 14
Jahren dieses Gebäude betrat. Es war das modernste und größte
Gebäude, das ich in Wien jemals gesehen habe. Über die Jahre wurde es
überragt von anderen Gebäuden in Wien, seine Bedeutung blieb jedoch
unübertroffen. Später durfte ich hier arbeiten und Arabisch lernen“,
erzählte die Außenministerin von ihren persönlichen Erinnerungen.

„Es war für mich über die Jahre hinweg immer wieder ein Heimkommen
hier in das Vienna International Center. Als ich Außenministerin
wurde, führte mich einer meiner ersten Wege hierher. Hier, wo im
Jahre 1979 dieses Gebäude seine Tore öffnete und wir uns an einem der
Höhepunkte des Kalten Krieges befanden. Der Staatsmann Bruno Kreisky
hat damals die Entscheidung getroffen, die in Wien verstreuten
UNO-Organisationen hier auf diesem Gelände zu vereinen. Damit wurde
für viele in Österreich und auch in der Welt ein neues Kapitel in den
internationalen Beziehungen aufgeschlagen. Damals und heute ist die
UNO-City Symbol für die Fortsetzung dessen, worum es in der
österreichischen Außenpolitik immer ging: darum, Brücken zu schlagen,
Ost und West, Nord und Süd zusammenzubringen. Eine Atmosphäre zu
schaffen, in der bestimmte Dinge möglich werden können“, so Karin
Kneissl.

„In der Diplomatie geht es darum, in einem Umfeld miteinander zu
sprechen, welches ein direktes, klares Gespräch ermöglicht. Es geht
um gegenseitigen Respekt und Diskretion. Es geht nicht um Fotos, es
geht nicht um Ereignisse. Es geht darum, den Geist der Diplomatie zu
bewahren, in dem bestimmte Entscheidungen vorbereitet werden können,
damit später Politiker diese treffen können“, so die Außenministerin
weiter.

Im Rahmen der Feierlichkeiten übergab Karin Kneissl ein von Johanna
Doderer komponiertes Musikstück mit dem Titel „193+“ an den
UNO-Generalsekretär zu überreichen. Die Außenministerin dankte
António Guterres abschließend angelehnt an ihre Rede vor der
UNO-Generalversammlung im September 2018 dafür, dass er sich – frei
nach Bertold Brecht – für die Millionen derer einsetzte, die „im
Dunkeln sind.“

Der vom Büro der Vereinten Nationen in Wien zusammen mit dem
Außenministerium veranstaltete Festakt unterstrich die zentrale
Bedeutung der über 20 in Wien angesiedelten Organisationen und
Teileinheiten des UNO-Systems für die österreichische Außenpolitik.
Wien ist, neben New York, Genf und Nairobi, einer der vier
offiziellen Amtssitze der UNO. Die Schwerpunkte der Wiener
UNO-Organisationen liegen auf dem Kampf gegen das organisierte
Verbrechen, die Korruption und den Terrorismus sowie auf der
Nichtverbreitung von Atomwaffen und Rüstungskontrolle.

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