„trend“: Hans Peter Haselsteiner: Massive Kritik an Ex-FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer

Haselsteiners Bahnunternehmen Westbahn sei „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft“ worden. Resultat: „Erhebliche Kostennachteile für die Republik“

Wien (OTS) - In einem Interview für den am Mittwoch erscheinenden „trend“ wirft der Bauindustrielle und Neos-Mäzen Hans Peter Haselsteiner Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer vor, „erhebliche Kostennachteile für die Republik in Kauf genommen“ zu haben, „um der Westbahn zu schaden.“ Haselsteiner, Hauptaktionär des privaten Bahnunternehmens, begründet das mit Direktvergaben bei Nahverkehren, bei denen die Westbahn nicht zum Zug kam. „Die Westbahn wurde mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft und die Interessen der Bahnkunden blieben unberücksichtigt“, sagt der Industrielle. Im berühmten „Ibiza-Video“ aus 2017 hatte Ex-FPÖ-Chef Heinz Christian Strache von Staatsaufträgen gesprochen, die man im Fall einer Regierungsbeteiligung der FPÖ Haselsteiners Baukonzern Strabag entziehen wolle. Während er bei der Strabag keine Indizien für eine Benachteiligung sieht, will Haselsteiner nun die Westbahn-Entscheidungen „penibel untersuchen“ lassen. Er betont, dass das Ministerium nicht rechtswidrig gehandelt habe „denn es muss nicht an den billigsten Anbieter vergeben. Aber es entsteht eben ein Kostennachteil, den wir jetzt versuchen zu beziffern.“ Auf die Frage des „trend“, ob er bereits vor dem 17. Mai 2019 Kenntnis von dem Ibiza-Video gehabt hat, antwortet der Neos-Förderer mit einem klaren „Nein“. Haselsteiner schlägt in dem Interview auch ein neues System der Parteifinanzierung vor, sollten Großspender verboten werden („womit ich einverstanden wäre“).

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