• 20.05.2019, 13:27:23
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Volkspartei Kärnten: Feuer für Europa neu entfachen

Die Kärntner Kandidaten für die EU-Wahl läuten Wahlkampf-Finale ein und setzen sich für mehr Europa-Chancen für Junge ein – im Erasmus-Programm und der Lehrlingsausbildung.

Utl.: Die Kärntner Kandidaten für die EU-Wahl läuten
Wahlkampf-Finale ein und setzen sich für mehr Europa-Chancen
für Junge ein – im Erasmus-Programm und der
Lehrlingsausbildung. =

Klagenfurt (OTS) - Die Kärntner Kandidaten der Volkspartei für die
EU-Wahl, Claudia Wolf-Schöffmann und Meinrad Höfferer, starten heute
ins Finale ihres Wahlkampfs. Vor allem rufen sie – gemeinsam mit
Landesgeschäftsführerin Julia Schaar – Kärntner dazu auf, vom
Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Nur wer wählt, entscheidet, welchen
Weg Europa in Zukunft geht“, sagt Schaar klar. Das sei entscheidend,
denn „die EU berührt viele Lebensbereiche der Kärntner“. Das müsse
man den Menschen bewusst machen.

Als Bildungsexpertin geht es Claudia Wolf-Schöffmann vor allem um die
junge Generation in Kärnten. „Sie sind die Zukunft Europas“, sagt sie
klar. „In ihr liegen unsere Hoffnungen.“ Deshalb sei es wichtig, dass
junge Kärntner am kommenden Sonntag ihre Stimme abgeben. „Wie wichtig
die EU als Partner für Kärnten ist, ist nicht so bekannt, wie ich mir
das wünschen würde“, so Schöffmann. Man müsse mehr Bewusstsein dafür
schaffen. Schöffmann: „Die Schule spielt dabei eine entscheidende
Rolle – und damit auch die Lehrerinnen und Lehrer.“
Deshalb plädiert sie dafür, dass EU-Themen zu einem besonderen
Schwerpunkt in der Aus- und Fortbildung der Lehrer bekommen, etwa:
„Wenn Lehrerpersonen stärker erleben, welche Projekte in Kärnten
durch die EU finanziert sind, können sie das auch besser an die
Schüler weitergeben“, regt Schöffmann einen „Wandertag für Lehrer“
an. Sie tritt für Ausflüge und Besichtigungen von EU-geförderten
Projekten in Kärnten ein. „Die EU ist selbstverständlich geworden,
wir müssen das Feuer neu entfachen.“

Deshalb begrüßt sie die Maßnahme von Bildungsminister Heinz Faßmann
ab September mehr Geld für Erasmus-Stipendien zur Verfügung zu
stellen. „Derzeit bekommen Studierende je nach Aufenthaltsland
zwischen 300 und 400 Euro pro Monat“, sagt sie, „ab dem kommenden
Schuljahr erhöht sich die Summe um 60 Euro pro Monat.“ Außerdem werde
bei Beziehern von Studienbeihilfe die Auslandsbeihilfe künftig nicht
mehr mit dem Erasmus-Stipendium gegengerechnet. „So wird ein
Auslandssemester noch attraktiver, vor allem aber leistbarer“, ist
Schöffmann überzeugt. 2018 nahmen 18.525 Österreicher (1.317
Kärntner) an Erasmus teil. Für die Aufenthalte wurden fast 39
Millionen Euro (2,6 Millionen Euro in Kärnten ausgegeben. Schöffmann:
„Ich bin mir sicher, dass in Zukunft mehr junge Menschen die Chance
auf ein Semester im EU-Ausland nutzen.“

Für Meinrad Höfferer ist es entscheidend, dass der EU-Binnenmarkt
weiter gestärkt wird und Hürden wie z. B. bei der
Mitarbeiterentsendung innerhalb der EU abgebaut werden. Er fordert,
dass auch in der Lehrlingsausbildung Auslandsaufenthalte in der EU
möglich sind. Kärnten brauche gut ausgebildete Fachkräfte in allen
Bereichen – die EU spielt eine wesentliche Rolle für die Unternehmen.
Höfferer: „Europa ist die Lebensversicherung für den
Wirtschaftsstandort Kärnten – sieben von zehn Euro werden in Kärnten
im Ausland verdient.“ Höfferer setzt sich für Initiativen für die
Wirtschaft ein. „Kärnten etabliert sich immer mehr als Zentrum der
Alpen-Adria-Region“, so Höfferer. „Wir müssen eine
EU-Alpen-Adria-Strategie aufsetzen und damit auch zusätzliche
Fördergelder.“ Schließlich leben in der Region zwölf Millionen
„potenzielle Kunden“.

Insgesamt brauche es vereinfachte Möglichkeiten, um zu Förderungen
der EU zu kommen. „Kleine Unternehmen und Einrichtungen haben es
zunehmend schwieriger, EU-Gelder abzuholen“, kritisiert Höfferer.
„Wir dürfen kein Bürokratiemonster erschaffen, sondern brauchen mehr
Transparenz und mehr Möglichkeiten.“ Wichtig sei auch, Bewusstsein
dafür zu schaffen, wie viele EU-Regelungen Österreich selbst in der
Hand hat und das mit dem "Golden Plating" (dem Übererfüllen von
EU-Standards auf nationaler Ebene) Schluss sein muss." Wichtig sei
auch, Bewusstsein dafür zu schaffen, wie viele Regelungen Österreich
selbst in der Hand hat.

Am Sonntag haben es nun die Kärntner Wähler in der Hand. Julia Schaar
macht auf das Vorzugsstimmen-System der Volkspartei aufmerksam: „In
der ÖVP haben alle Kandidaten dieselben Chancen, unabhängig von ihrem
Listenplatz“, erklärt sie. „Bei uns hat der Wähler das letzte Wort.“

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