Fehlkalkulation aufgedeckt - Hochschulvertretung der KPH Wien/Krems erkämpft mehr Geld für ihre Studierenden!

Universitätsvertretungen müssen ÖH-Beiträge zurückzahlen, welche den Studierendenvertretungen der Pädagogischen Hochschulen österreichweit zu Gute kommen.

  • Nachdem wir eigene Nachrechnungen angestellt hatten, wurden wir stutzig und haben nachgeforscht. Die Vermutung wurde bestätigt, seit 2016 bekommen die HVs der Pädagogischen Hochschulen zu wenig Geld
    Arash Taheri, Vorsitzender der Hochschulvertretung an der KPH Wien/Krems
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  • Wir sind natürlich sehr erfreut, dass sich die Arbeit in so einem Ausmaß bezahlt macht und wir nun den Zuspruch über das fehlende Geld bekommen haben. Wir hoffen, dass so gravierende Fehlkalkulationen in der Zukunft nicht mehr vorkommen
    Juliana Naglmayr, Vorsitzende der HV an der PH Salzburg
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  • Das Geld, das wir uns so erkämpft haben, muss bei denen ankommen, für die wir tagtäglich arbeiten: bei den Studierenden! Gemeinsam mit den zuständigen Referaten werden wir nun überlegen, wie wir das Geld am besten einsetzen
    Patrick Steidl, Vorsitzender der HV an der PHDL Linz
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Wien/Krems/Baden (OTS) - Seit 2016 wird die Pädagog/innenbildung NEU österreichweit in vier Clustern als gemeinsames Studium der Pädagogischen Hochschulen (PHs) und Universitäten angeboten und durchgeführt. Dem Verbund Nord-Ost gehören neben der KPH Wien/Krems zusätzlich die Pädagogischen Hochschulen in Baden (PH NÖ) und Wien (PH Wien), die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) sowie die Uni Wien an.

Durch die Umstellung auf Verbund-Studien wurde u.a. auch die Verteilung der Studierendenbeiträge (ÖH-Beiträge) von Sekundarstufen-Studierenden neu geregelt, wonach den Studierendenvertretungen der PHs anteilig nach einem speziellen Verteilungsschlüssel ÖH-Beiträge von Sekundarstufen-Studierenden zuzurechnen sind. Dabei kam es zu gravierenden Fehlkalkulationen, die nach aufwendigen Recherchen aufgedeckt und angezeigt wurden.

Das Fazit daraus: Den Hochschulvertretungen der PHs kommt seit Jahren zu wenig Geld zu. Deshalb wurde der Vorsitzende der Hochschulvertretung an der KPH Wien/Krems, Arash Taheri, der diesen Missstand erkannt und recherchiert hat, in Begleitung seiner AmtskollegInnen von der PH Salzburg, Juliana Naglmayr, sowie der PHDL Linz, Patrick Steidl, vergangenen Freitag ins Bundesministerium für Bildung geladen. „Nachdem wir eigene Nachrechnungen angestellt hatten, wurden wir stutzig und haben nachgeforscht. Die Vermutung wurde bestätigt, seit 2016 bekommen die HVs der Pädagogischen Hochschulen zu wenig Geld“, so der Vorsitzende Taheri.

Bei den größeren Hochschulvertretungen, welche eigene Körperschaften sind, beträgt die tatsächliche SOLL/IST-Differenz einen Betrag von ca. 25% des Jahresbudgets, die kleineren HVs dürfen durchschnittlich mit Nachzahlungen in der Höhe von mittleren 4-stelligen Beträgen rechnen; insgesamt sind dies österreichweit jährliche Nachzahlungen ab 2016 im 6-stelligen Bereich. „Wir sind natürlich sehr erfreut, dass sich die Arbeit in so einem Ausmaß bezahlt macht und wir nun den Zuspruch über das fehlende Geld bekommen haben. Wir hoffen, dass so gravierende Fehlkalkulationen in der Zukunft nicht mehr vorkommen", so Juliana Naglmayr, Vorsitzende der HV an der PH Salzburg.

Für die involvierten Vorsitzenden ergibt sich daraus nach den letzten turbulenten Wochen folgender Schluss: „Das Geld, das wir uns so erkämpft haben, muss bei denen ankommen, für die wir tagtäglich arbeiten: bei den Studierenden! Gemeinsam mit den zuständigen Referaten werden wir nun überlegen, wie wir das Geld am besten einsetzen“, sagt Patrick Steidl, Vorsitzender der HV an der PHDL Linz, nach dem Verhandlungserfolg.

Letztlich haben Hausverstand und Hartnäckigkeit zu diesem Happy End für die PHs geführt, österreichweit dürfen sich ca. 15.000 PH-Studierende mitfreuen.

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