SOS Mitmensch: Besorgniserregende Andeutungen von Neonazi Küssel über Vizekanzler Strache

Strache muss auf Widerruf klagen oder Amt zurücklegen

Wien (OTS) - SOS Mitmensch zeigt sich tief besorgt über die Andeutungen des kürzlich aus der Haft entlassenen Neonazis Gottfried Küssel, wonach er belastendes Wissen über Vizekanzler Heinz-Christian Strache habe und dieses gegebenenfalls ausnutzen wolle. Strache müsse Küssel umgehend auf Widerruf klagen oder sein Amt zurücklegen, so SOS Mitmensch.

Laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes hat der kürzlich aus österreichischer Haft entlassene Neonazi Gottfried Küssel In einem Interview mit einer deutschen neonazistischen Zeitschrift angedeutet, belastende Informationen über Vizekanzler Heinz-Christian Strache zu haben. Küssel erwähnt, dass Strache in den 1980er Jahren „für unsere damalige 'Ausländer-Halt-Bewegung' (eine Splittergruppierung rund um den Neonazi Gerd Honsik, Anm.) an Wahlkampfaktionen teilgenommen habe“. Darüber hinaus behauptet Küssel, dass Strache zwar „nie unsere Blutgruppe gehabt habe“, aber „im stillen Kämmerlein den großen Nationalsozialisten gespielt habe“. „Da gab es einige lustige Auftritte, über die will ich jetzt aber nicht reden, vielleicht brauchen wir das nochmal“, so Küssel.

„Die Aussagen des Neonazis Küssel über Vizekanzler Strache, wonach dieser „im stillen Kämmerlein den großen Nationalsozialisten gespielt habe“ und es „einige lustige Auftritte gegeben habe“ sind besorgniserregend. Küssel deutet an, dass er Informationen aus der Zeit Straches im Neonaziumfeld vielleicht zu seinem Vorteil benutzen werde“, zeigt sich Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, alarmiert.

Pollak spricht von einer „ernsten Situation“ und fordert Vizekanzler Strache auf, umgehend Klage gegen Küssel einzureichen. „Bei einem Vizekanzler darf es nicht einmal den geringsten Anschein geben, dass er von Neonazis erpresst werden könnte. Wenn die Aussagen Küssels, wonach Strache ‚den großen Nationalsozialisten gespielt habe‘, unwahr sind, muss Strache auf Widerruf klagen. Andernfalls muss er sofort zurücktreten“, so Pollak.

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