Nationalrat – Preiner: Neues Weingesetz benachteiligt Familienbetriebe und kleine Winzer

Weitere Benachteiligung bei Etikettierung

Wien (OTS/SK) - In der Nationalratsdebatte zur Novellierung des Weingesetzes stellte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Erwin Preiner fest: „Dieses Gesetz ist ein Anschlag auf die kleinen bäuerlichen Winzerfamilien bzw. Winzerbetriebe, insbesondere auf die Nebenerwerbslandwirte. Auch ein Anschlag auf die Direktvermarktung und die Regionalität. Dieses Gesetz lehnen wir als SPÖ ab.“ Die Novelle hätte zur Folge, dass Betriebe in Regionen, die nicht dem DAC beitreten wollen, aber trotzdem erfolgreich sind und sich eine eigene herkunftsbetonte Absatzschiene aufgebaut haben, benachteiligt werden. Weiters kritisiert er die Überregulierung der Etikette, da die Angabe der Gemeinde oder Ried-Bezeichnung in Zukunft durch die Entscheidung regionaler Weinkomitees verboten werden kann. ****

Preiner befürchtet, dass kleinere Winzerbetriebe in den Weinkomitees in Zugzwang kommen könnten. In den Weinkomitees sind kleinere Winzerbetriebe nicht immer vertreten, sondern vor allem größere Betriebe. Das könnte kleineren Familienbetrieben schaden. Der ÖVP und dem Bauernbund wirft er vor: „Sie treten nicht für den kleinen Mann oder die kleine Frau ein, sie betreiben Placebo-Politik“. Kleinere Winzerbetriebe dürfen keine Benachteiligung in der Vermarktung ihrer Produkte erfahren. Er befürchtet eine Benachteiligung dadurch, dass diese gezwungen werden dem DAC beizutreten, wenn sie weiterhin Gemeinde und Riedbezeichnung beim Verkauf von Qualitätswein auf die Etikette schreiben wollen. (Schluss) hc/ls

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