- 15.05.2019, 16:50:55
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Schramböck: Österreichs KMU sind stabile Säule der Wirtschaft
Mittelstandsbericht 2018 im Nationalrat präsentiert - 99,6 % der Unternehmen zählten im Jahr 2016 zu den KMU und beschäftigten 2 Millionen Menschen
Utl.: Mittelstandsbericht 2018 im Nationalrat präsentiert - 99,6 %
der Unternehmen zählten im Jahr 2016 zu den KMU und
beschäftigten 2 Millionen Menschen =
Wien (OTS/BMDW) - "Der aktuelle Mittelstandsbericht 2018 bestätigt
einmal mehr, dass Österreichs KMU eine stabile Säule der Wirtschaft
sind und bleiben", zeigte sich Wirtschaftsministerin Margarete
Schramböck anlässlich der Präsentation des Mittelstandsberichts 2018
im Nationalrat erfreut. Die KMU stellten auch 2016 für 68 Prozent
aller Erwerbstätigen bzw. 65 Prozent der Lehrlinge einen Arbeitsplatz
zur Verfügung. Das sind in Summe zwei Millionen Arbeitsplätze, die 63
Prozent der gesamten Erlöse erwirtschaften. Zudem werden
österreichische KMU zunehmend heterogener und vielfältiger. Eine
große Gruppe stellen mit 36 Prozent aller Unternehmen die
Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Interessant ist, dass es sich bei
116.800 Erwerbstätigen - und damit 19 Prozent - der selbstständig
Beschäftigten-um hybride Unternehmerinnen und Unternehmer handelt,
die gleichzeitig selbstständig und unselbstständig tätig sind. "Damit
gehören wir in Österreich - neben Schweden und Dänemark - zu den
europäischen Spitzenreitern", so Schramböck.
Wirtschaftswachstum stärker als im Euroraum
Besonders erfreulich ist, dass die österreichische Wirtschaft im
Vergleich auch heuer besser abschneidet und stärker wächst als der
Euroraum. "Ein wichtiger Wachstumstreiber ist der Konsum, der heuer
nicht zuletzt durch den Familienbonus plus steigen wird. Mit der
Steuerreform, die schrittweise bis 2022 umgesetzt wird, wird der
Konsum durch die Entlastung des Faktors Arbeit weiter angekurbelt und
die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen gesteigert. Maßnahmen
wie die Senkung der Körperschaftssteuer von 25 auf 21 Prozent, die
Ausweitung des Gewinnfreibetrags von 30.000 auf 100.000 Euro oder die
Erhöhung der Grenze von geringwertigen Wirtschaftsgütern von 400 auf
1.000 Euro bringen neben der Tarifsenkung eine zusätzliche Entlastung
für Unternehmen von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr", erklärt
die Wirtschaftsministerin.
Leistungsüberprüfung durch Small Business Act
Der Mittelstandsbericht 2018 bezieht in seinen Erhebungen
selbstverständlich auch die europäische Perspektive mit ein.
Insbesondere der Small-Business-Act (SBA) der EU-Kommission, der seit
2008 KMU im europäischen Vergleich beobachtet, ist von großem
Interesse. So wurde Österreichs KMU-Sektor bei der jüngsten
Leistungsüberprüfung im Rahmen des Small Business Act eines der
wettbewerbsfähigsten Profile im EU-Vergleich zuerkannt. Dem Ranking
zufolge übernimmt Österreich insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit
und Umwelt, in dem wir Platz 1 für uns beanspruchen konnten, eine
Vorreiterrolle. Punkten konnte man außerdem in den Bereichen
Internationalisierung, Weiterqualifizierung und Innovation sowie beim
Abbau bestehender Hemmnisse für einen freien Binnenmarkt, bei dem wir
im EU-Vergleich Platz 3 belegen konnten.
Um das Wachstum von KMU und die Schaffung von Jobs in Zukunft noch
besser zu unterstützen, wird derzeit ein besonderer Fokus auf die
Verbesserung des Zugangs zu Finanzierungsmöglichkeiten gelegt. In
diesem Zusammenhang wurde erst kürzlich eine Startup-Initiative im
Ministerrat präsentiert, die innovativen Unternehmen einen leichteren
Zugang zu Bankkrediten und privatem Risikokapital ermöglicht.
"Insgesamt bietet der Mittelstandsbericht eine gute Basis, um die
Entwicklung unserer KMU kontinuierlich zu analysieren und zu
begleiten. Die gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung des
Mittelstandsberichts ist zwar mit Ende des Jahres 2018 weggefallen,
wir planen aufgrund der großen Bedeutung der KMU für Österreichs
Wirtschaft diesen jedenfalls weiterzuführen und zu verbessern", so
Schramböck abschließend.
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