• 15.05.2019, 13:37:07
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„matinee“: Riesenrad-Geschichten mit Heinz Marecek, Doku über Wiens erstes Hochhaus, Porträt Karlheinz Hackl zum 70er

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Utl.: Außerdem: „Die Kulturwoche“ =

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Sonntag, dem 19. Mai 2019, um 9.05 Uhr
in ORF 2 bringt zunächst „Geschichten rund um das Riesenrad“, erzählt
von Heinz Marecek. Ein weiteres Wiener Wahrzeichen steht in der
anschließenden Dokumentation im Mittelpunkt: „Herrengasse 6–8. Das
erste Hochhaus Wiens“ (9.50 Uhr). Auf das Porträt „Karlheinz Hackl –
Ein ziemliches Theater“ (10.20 Uhr), das anlässlich seines 70.
Geburtstags an den im Jahr 2014 verstorbenen Schauspieler erinnert,
folgt zum Abschluss des von Teresa Vogl präsentierten
ORF-Kulturvormittags „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen
Berichten und Tipps.

„Geschichten rund ums Riesenrad – mit Heinz Marecek“ (9.05 Uhr)

Das Wiener Riesenrad zählt zu den Top drei der beliebtesten Wiener
Wahrzeichen, für viele steht es sogar an erster Stelle – so wie der
Eiffelturm in Paris. Doch was weiß man wirklich über dieses am 3.
Juli 1897 in Betrieb genommene Bauwerk? Etwa, dass es einst vom
englischen Konstrukteur und Erfinder Walter B. Basset of Watermouth
erbaut wurde oder wie es angetrieben wird.
In dieser Dokumentation von Kurt Mayer schlüpft Publikumsliebling
Heinz Marecek in die Rolle des Faktotums Johann Radinger und erklärt
das Wiener Wahrzeichen, wie es noch nie zuvor beschrieben wurde. Noch
bevor die ersten Besucherinnen und Besucher kommen, gibt er Einblicke
in die Geschichte und spannt den Bogen von der Kaiserzeit über den
Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Neuzeit.

„Herrengasse 6–8. Das erste Hochhaus Wiens“ (9.50 Uhr)

1932 wurde Wiens erstes Hochhaus nach Rekordbauzeit in der
Herrengasse eröffnet und ist seither Anziehungspunkt wie Domizil von
Prominenten, Künstlern und Intellektuellen. Oskar Werner, Curd
Jürgens, Paula Wessely und Gusti Wolf nahmen hier ebenso Logis wie
später Daniel Kehlmann oder Christoph Waltz. Ein Haus, das unzählige
Geschichten zu erzählen hat.
Die Wiener Innenstadt prahlt gerne mit der verschwenderischen Pracht
ihrer Fassaden. In der Herrengasse 6–8 aber setzt sie ganz auf
Understatement. Nicht nur wegen der elegant-schlichten Fassade des
Gebäudes, das der Wiener Moderne verpflichtet ist – auch weil es
verheimlicht, was es eigentlich ist: ein Hochhaus. „Das“ Hochhaus,
wie der gelernte Wiener zu sagen pflegt. Und doch: Die 53 Meter
Bauhöhe sind als solche wegen der zurückgesetzten Bauweise des
Wohnturms von der Straße aus nicht als solche auszunehmen.
„Hochhauserl“ oder „Wolkenkratzerl“ spotteten die Wiener liebevoll
bei der Einweihung. Seit Jahren steht das Gebäude schon unter
Denkmalschutz – und fällt doch nicht in einen musealen Tiefschlaf.
Viele der Kleinwohnungen wurden zusammengelegt, geschmackvoll
adaptiert – und atmen dennoch das Flair der 1930er Jahre.
Regie führten Michael Adlassnig und Maximilian Stelzle.

„Karlheinz Hackl – Ein ziemliches Theater“ (10.20 Uhr)

Heuer im Mai wäre Karlheinz Hackl 70 Jahre alt geworden: In einem von
Sharon Nuni gestalteten Filmporträt aus dem Jahr 2009 spricht der
Publikumsliebling sehr offen über sein Leben, vor allem über seinen
Umgang mit der vorerst bewältigten Krankheit, die er auch als Chance
zu nutzen wusste, bevor er im Alter von 65 Jahren einer erneuten
Krebserkrankung erliegen sollte.
Der filmische Rückblick stellt den Künstler in seiner gesamten
Vielfalt und gewinnenden Offenheit dar, indem seine „zwei Leben“ –
wie er sie nennt – zum Ausdruck kommen. Das eine, jenes des
erfolgreichen, beliebten Schauspielers, und das andere, sein
Privatleben, in dem er und seine Familie gegen seine schwere
Krankheit ankämpfen mussten. In einer erstaunlichen Offenheit erzählt
er über diese lange Zeit – immerhin waren es mehr als vier Jahre.
Bei den Nationalratswahlen 2008 ließ der Mime alle Fans staunen, als
er seine Kandidatur ankündigte. Das alles machte Karlheinz Hackl aus,
der mit Leichtigkeit und Witz vom sehr Privaten zum Öffentlichen, vom
Clownkostüm zum Politikeranzug wechseln konnte.

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