• 10.05.2019, 13:15:55
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Zivildiener des Jahres kommt aus Tirol

Karoline Edtstadler, Staatssekretärin im Innenministerium, zeichnete Zivildiener des Jahres aus – Tiroler Leander Örley konnte die Jury überzeugen

Utl.: Karoline Edtstadler, Staatssekretärin im Innenministerium,
zeichnete Zivildiener des Jahres aus – Tiroler Leander Örley
konnte die Jury überzeugen =

Wien (OTS) - "Zivildiener sind eine überlebenswichtige Säule unserer
Gesellschaft, die oft still und nicht wahrgenommen ihrer Pflicht
nachgehen. Es freut mich, dass wir durch die Verleihung des
‚Zivildiener des Jahres‘ engagierte junge Männer vor den Vorhang
holen können“, sagte Karoline Edtstadler, Staatssekretärin im
Innenministerium am 10. Mai 2019 bei der Verleihung des „Zivildiener
des Jahres 2018“ in Wien. Aus den Bundesländersiegern setzte sich der
Tiroler Leander Örley, der seinen Dienst im Zentrum für Inklusiv- und
Sonderpädagogik für blinde und sehbehinderte Kinder in Innsbruck
leistete, durch.

Ausgezeichnet wurden Zivildiener, die sich besonders engagiert und
großartige Arbeit geleistet haben, die Zivilcourage gezeigt haben und
beispielgebend für andere waren, oder Zivildiener, die zum besseren
Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft beigetragen haben.
Eine Jury aus Persönlichkeiten, die mit dem Zivildienst eng verbunden
sind, hat aus allen Bewerbungen die Preisträger ausgewählt.

Zivildiener des Jahres

„Leander Örley zeichnete sich durch seine bescheidene und ruhige Art
aus und entwickelte sich in seiner Zeit als Zivildiener zu einer
liebevollen und geduldigen Bezugsperson“, sagte Edtstadler. Örley
wurde aufgrund seines außerordentlichen Engagements als "Zivildiener
des Jahres" nominiert und zu Tirols Landessieger gekürt. Das Zentrum
für Inklusiv- und Sonderpädagogik für blinde und sehbehinderte Kinder
in Innsbruck wurde 1907 gegründet, mit dem Ziel, sehbeeinträchtigten
Kindern die Möglichkeiten zu geben, eine Schule zu besuchen.

„Besonders bemerkenswert ist für mich, dass er sich 100-prozentig auf
die Bedürfnisse der Kinder einließ. Unter anderem erlernte er neben
seiner Tätigkeit als Zivildiener die Brailleschrift“, sagte die
Staatsekretärin. Außerdem freue sie sich, dass Leander Örley durch
den Zivildienst eine Orientierung für seine Zukunft gefunden habe. Er
habe nun vor, Mathematik und Geographie auf Lehramt für die
Sekundarstufe zu studieren.

Tauglichkeitsgipfel geplant

„Ohne Zivildiener müssten viele Organisationen ihr umfangreiches und
qualitativ hochwertiges Dienstleistungsangebot reduzieren oder
könnten dieses ihren Klienten nicht in der gegenwärtigen Form zur
Verfügung stellen“, sagte die Staatsekretärin. Die momentan größte
Herausforderung sei es, dass immer weniger junge Männer für den
Zivildienst zur Verfügung stünden. „Deshalb ist in Zusammenarbeit mit
Bundesminister für Landesverteidigung Mario Kunasek ein
Tauglichkeitsgipfel geplant.“ Hierbei sollen gemeinsame Lösungen für
optimierte Tauglichkeitskriterien erarbeitet werden.

Staatsekretärin Edstadler nutzte die Gelegenheit für Gespräche mit
den Trägerorganisationen, unter anderem dem Roten Kreuz, dem
Arbeiter-Samariter-Bund, den Johannitern, der Lebenshilfe und der
Caritas. 2018 haben sich 14.591 Wehrpflichtige für den Zivildienst
entschieden. Sie leisteten in über 1.700 Trägerorganisationen ihren
Dienst ab.

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