Zivildiener des Jahres kommt aus Tirol

Karoline Edtstadler, Staatssekretärin im Innenministerium, zeichnete Zivildiener des Jahres aus – Tiroler Leander Örley konnte die Jury überzeugen

Wien (OTS) - "Zivildiener sind eine überlebenswichtige Säule unserer Gesellschaft, die oft still und nicht wahrgenommen ihrer Pflicht nachgehen. Es freut mich, dass wir durch die Verleihung des ‚Zivildiener des Jahres‘ engagierte junge Männer vor den Vorhang holen können“, sagte Karoline Edtstadler, Staatssekretärin im Innenministerium am 10. Mai 2019 bei der Verleihung des „Zivildiener des Jahres 2018“ in Wien. Aus den Bundesländersiegern setzte sich der Tiroler Leander Örley, der seinen Dienst im Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik für blinde und sehbehinderte Kinder in Innsbruck leistete, durch.

Ausgezeichnet wurden Zivildiener, die sich besonders engagiert und großartige Arbeit geleistet haben, die Zivilcourage gezeigt haben und beispielgebend für andere waren, oder Zivildiener, die zum besseren Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft beigetragen haben. Eine Jury aus Persönlichkeiten, die mit dem Zivildienst eng verbunden sind, hat aus allen Bewerbungen die Preisträger ausgewählt.

Zivildiener des Jahres

„Leander Örley zeichnete sich durch seine bescheidene und ruhige Art aus und entwickelte sich in seiner Zeit als Zivildiener zu einer liebevollen und geduldigen Bezugsperson“, sagte Edtstadler. Örley wurde aufgrund seines außerordentlichen Engagements als "Zivildiener des Jahres" nominiert und zu Tirols Landessieger gekürt. Das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik für blinde und sehbehinderte Kinder in Innsbruck wurde 1907 gegründet, mit dem Ziel, sehbeeinträchtigten Kindern die Möglichkeiten zu geben, eine Schule zu besuchen.

„Besonders bemerkenswert ist für mich, dass er sich 100-prozentig auf die Bedürfnisse der Kinder einließ. Unter anderem erlernte er neben seiner Tätigkeit als Zivildiener die Brailleschrift“, sagte die Staatsekretärin. Außerdem freue sie sich, dass Leander Örley durch den Zivildienst eine Orientierung für seine Zukunft gefunden habe. Er habe nun vor, Mathematik und Geographie auf Lehramt für die Sekundarstufe zu studieren.

Tauglichkeitsgipfel geplant

„Ohne Zivildiener müssten viele Organisationen ihr umfangreiches und qualitativ hochwertiges Dienstleistungsangebot reduzieren oder könnten dieses ihren Klienten nicht in der gegenwärtigen Form zur Verfügung stellen“, sagte die Staatsekretärin. Die momentan größte Herausforderung sei es, dass immer weniger junge Männer für den Zivildienst zur Verfügung stünden. „Deshalb ist in Zusammenarbeit mit Bundesminister für Landesverteidigung Mario Kunasek ein Tauglichkeitsgipfel geplant.“ Hierbei sollen gemeinsame Lösungen für optimierte Tauglichkeitskriterien erarbeitet werden.

Staatsekretärin Edstadler nutzte die Gelegenheit für Gespräche mit den Trägerorganisationen, unter anderem dem Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, den Johannitern, der Lebenshilfe und der Caritas. 2018 haben sich 14.591 Wehrpflichtige für den Zivildienst entschieden. Sie leisteten in über 1.700 Trägerorganisationen ihren Dienst ab.

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