Sima/Krajcsir/Weinelt: 70 Jahre Wiener Stadtwerke – 70 Mrd. Euro Investitionen für Wien BILD

Sima: „Nutzen für alle Wiener – gut, dass es die Wiener Stadtwerke gibt!“ –11. Mai: Leistungsschau am „Zukunftsfest“

Wien (OTS) -Die Wiener Stadtwerke haben in ihrem 70-jährigen Bestehen 70 Milliarden Euro in die Wiener Infrastruktur investiert. Investitionen mit ganz praktischem Nutzen für alle Wienerinnen und Wiener. Strom auf Knopfdruck, gut geheizte Wohnungen, beste Öffis vor der Haustür und auch für den Trauerfall ist pietätvoll vorgesorgt - wie gut, dass es die Wiener Stadtwerke gibt!“, so die für Umwelt und Wiener Stadtwerke verantwortliche Stadträtin Ulli Sima. Am Donnerstag präsentierte sie gemeinsam mit Generaldirektor Martin Krajcsir und Generaldirektor-Stv. Peter Weinelt neben der Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahrzehnte auch die großen Zukunftspläne des Konzerns. Anlass ist das 70-Jahre-Jubiläum, das am Samstag, den 11. Mai mit einem großen Zukunftsfest gefeiert wird.

Das Unternehmen investiert in den kommenden fünf Jahren über 4 Mrd. Euro in den Ausbau der städtischen Infrastruktur, zu gleichen Teilen in die Bereiche Mobilität und Energie. Große Schwerpunkte sind der Ausbau der Öffis, Stichwort Linienkreuz U2xU5, sowie Investitionen in Erneuerbare Energieträger. Bis zum Jahr 2030 werden zusätzliche 600 Megawatt Photovoltaik -Leistung zur Sonnenstromproduktion für 250.000 Haushalte gebaut. Stadträtin Sima: „Die kommunalen Dienst- und Serviceleistungen sind und bleiben in Wien in starker öffentlicher Hand. Wir garantieren den Wienern weiterhin eine so gut funktionierende und für alle leistbare Infrastruktur, um die uns viele europäische Hauptstädte beneiden.

Zwtl.: 70 Jahre Investitionen in Wien – eine Erfolgsgeschichte

Seit 1949 gibt es die Wiener Stadtwerke, seither investierten sie durchschnittlich eine Milliarde Euro pro Jahr in die Infrastruktur der Stadt und bildeten so das Fundament der hohen Lebensqualität Wiens. Nach und nach entstanden die aktuelle Struktur und die umfassenden Dienstleistungen, die heute in Wien selbstverständlich sind. Seit 1959 drehen die legendären roten E-Type-Straßenbahnen, die hundertfach eingesetzt wurden und viele Jahre das Stadtbild prägten, ihre Runden. 1962 wird die letzte Gaslaterne gelöscht, das aus Kohle gewonnene „Stadtgas“ wird endgültig von Erdgas abgelöst. 1969 werden die „Heizbetriebe Wien“ gegründet, heute werden 380.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt. 1969-1971 wurde die Müllverbrennungsanlage und das Fernheizwerk Spittelau errichtet, 1977 wird dort bereits die millionste Tonne Müll verbrannt. Nach dem verheerenden Brand im Jahr 1987 folgt der Wiederaufbau in Rekordzeit – die neue MVA-Spittelau setzte neue Standards im Umweltschutz und mit der weltberühmten „Hundertwasser-Müllverbrennungsanlage“ entstand eines der Wahrzeichen Wiens. 1978 werden mit der U1 zwischen Karlsplatz und Reumannplatz die ersten 3,1km Wiener U-Bahn in Betrieb genommen.

1979 wird die neue 380kV-Leitung zwischen dem Kraftwerk Simmering und dem Umspannwerk Kendlerstraße finalisiert, ein Mega-Projekt um damals 1,7 Mrd. Schilling. 50 Jahre nach ihrer Gründung werden die Wiener Stadtwerke 1999 aus der Gemeindeverwaltung ausgegliedert und zur Aktiengesellschaft, 2001 wird Wien Energie gegründet – beide Umgründungen erfolgten auf Grund der EU-weiten Strommarktliberalisierung. 2006 eröffnet Wien Energie in Simmering das größte und effizienteste Wald-Biomassekraftwerk Österreichs. 2009 geht die Fernkältezentrale Spittelau ans Netz und produziert so viel Kälte wie 115.000 Kühlschränke. Sie versorgt u.a. das AKH, die Universität für Bodenkultur sowie die Ö3-Zentrale mit umweltfreundlicher Fernkälte. Seit 2010 fährt die Nacht-U-Bahn auch an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr. 2012 wird in der Donaustadt das erste Bürgersolarkraftwerk zur Sonnenstromproduktion eröffnet. 2013 wird die U2 bis in die Seestadt Aspern verlängert. 2015 geht die um 130 Mio. Euro sanierte MVA Spittelau mit 76% höherem Wirkungsgrad wieder in Betrieb. Neben den bereits rund 830 bestehenden E-Ladestellen von Wien Energie errichtet die Stadtwerke-Tochter seit 2016 im Auftrag der Stadt ein öffentliches E-Ladenetz mit 1.000 weiteren Ladestellen in ganz Wien.2017 wurden die Wiener Stadtwerke in eine GmbH umgewandelt und damit wieder näher an die Stadt gerückt und vor Privatisierung geschützt. 2018 ist Baubeginn für das Linienkreuz U2xU5 – erstmals seit den 1990ern gibt es U-Bahn-Bauarbeiten in der Wiener City.

Zwtl.: 2019: Was die Wiener Stadtwerke leisten

70 Jahre nach der Gründung gehören die Wiener Stadtwerke mit ihren 15.000 MitarbeiterInnen zu den 25 größten Unternehmen Österreichs. Mit den Konzernbereichen Energie, Mobilität, Garagierung sowie Bestattung und Friedhöfe erwirtschaften die Wiener Stadtwerke jährlich Umsatzerlöse von 3,5 Milliarden Euro. 822.000 WienerInnen besitzen eine Jahreskarte um 365 Euro, das sind mehr, als es angemeldete Autos in der Stadt gibt. Die Wiener Linien befördern mit 1.100 Fahrzeugen 2,6 Mio. Fahrgäste pro Tag (insgesamt 966 Mio. im Jahr 2018), das sind 38% des gesamten Verkehrs in Wien. Die Wiener Netze sind für 28.900 Kilometer Netze (Strom, Gas, Fernwärme) verantwortlich und sorgen für eine Netz-Zuverlässigkeit von 99,99%. 1 Mio. Haushalte versorgt Wien Energie mit Strom und Gas, 380.000 Wohnungen und Großkunden erhalten Fernwärme. Wien Energie betreibt über 830 E-Ladestellen im Großraum Wien und errichtet bis 2020 im Auftrag der Stadt Wien ein öffentliches Ladestellennetz mit 1.000 Ladestellen. Wipark betreut 23.000 Garagen-Stellplätze in ganz Wien. Bestattung und Friedhöfe sorgen für 12.000 Bestattungen im Jahr, es werden 550.000 Grabstellen auf 46 Friedhöfen betreut.

Zwtl.: Fundament der Lebensqualität, Vorbild für Europa

Sima: „Die Wiener Stadtwerke sind das Fundament der Lebensqualität in Wien. Wir haben die Rolle des Konzerns als Wirtschaftsmotor für Österreich und Top-Arbeitgeber in der Region abgesichert und so zusätzliche wirtschaftliche Handlungsspielräume geschaffen. Gleichzeitig wurde mit der Umwandlung in eine GmbH jeglicher Privatisierung ein Riegel vorgeschoben.“ Das Wiener Modell der Daseinsvorsorge, also städtische Dienst- und Serviceleistungen, in einer starken kommunalen Hand zu halten, sei heute europaweites Vorbild, wie auch eine kürzlich veröffentlichte Studie bestätige. Von Hamburg bis London versuche man sich an (teuren) Rekommunalisierungen in den Sektoren Energie, Wasser und Abfall, weil die Qualität der privaten Leistungen nicht stimme, die Preise zu hoch seien und obendrein die Arbeitsbedingungen schlecht.

Zwtl.: Wirtschaftsmotor: Milliarden-Investitionen für Wien

Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte sieht Krajcsir in der Entwicklung der Wiener Stadtwerke hin zu einem der 25 größten Unternehmen des Landes, das für sechs Prozent der direkten Wertschöpfung Wiens und in Summe jeden 20. Arbeitsplatz in Wien verantwortlich ist. Die MitarbeiterInnen der Wiener Stadtwerke lösen zudem in Österreich eine Wertschöpfung von 5,7 Mrd. Euro aus und sichern damit über 64.000 Arbeitsplätze. „Zukunft erfolgreich gestalten bedeutet für uns, als Dienstleister unseren Beitrag zur Lebensqualität einer modernen Stadt zu erbringen. Dazu investieren wir Milliarden und schaffen bleibende Werte für Generationen. Klimaschonend, innovativ und zur Zufriedenheit aller Wienerinnen und Wiener“, sagte Krajcsir. Die Wiener Stadtwerke sind laut dem Generaldirektor gut gerüstet, die Stadt vor dem Hintergrund globaler Megatrends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Digitalisierung und Klimawandel bestmöglich mitzugestalten.

Zwtl.: Wiener profitieren von Bündelprodukten

Die Wiener Stadtwerke gehen auch im Produktportfolio neue Wege und schaffen Synergien im Interesse der Wienerinnen und Wiener in Form von Bündelprodukten. Besitzer einer Jahreskarte sparen mit dem ersten gemeinsamen Bündelprodukt von Wien Energie und Wiener Linien beim Strompreis. Weitere Bündelprodukte sind in Vorbereitung, so Krajcsir.

Zwtl.: Ausbauturbo für Erneuerbare Energien

Im Energiebereich werden in den kommenden Jahren hunderte Millionen Euro in den Ausbau Erneuerbarer Energien investiert, schwerpunktmäßig in Photovoltaik. Bis zum Jahr 2030 sollen zusätzliche 600 Megawatt PV-Leistung Sonnenstrom für 250.000 Haushalte liefern, definierte Weinelt eines der großen Zukunftsziele. Wien habe beste Voraussetzungen, die Energiewende optimal zu meistern. Im Zentrum stünde immer auch die Versorgungssicherheit für zwei Millionen Kundinnen und Kunden, so Weinelt. In seiner Funktion als Personalverantwortlicher definierte der stv. Generaldirektor zwei weitere Zukunftsziele: Weiterhin Top-Lehrlingsausbilder für hunderte Fachkräfte der Zukunft zu bleiben und im Großraum Wien zum Top-Arbeitgeber für Frauen zu werden.

Zwtl.: Zukunftsfest - 70 Jahre Wiener Stadtwerke

Sima, Krajcsir und Weinelt luden außerdem dazu ein, am Samstag, 11. Mai 2019, das 70 Jahre Zukunftsfest der Wiener Stadtwerke zu besuchen. Auf der Festbühne vor der Müllverbrennungsanlage Spittelau spielen musikalische Highlights wie Willi Resetarits und der Stubnblues, Nino aus Wien sowie die 48er-Tandler-Band die Hauptrolle. Parallel zum Show-Programm gibt’s eine per Shuttlebus erreichbare Leistungsschau aller Konzernbereiche der Wiener Stadtwerke, vom Tramwaytag in der Hauptwerkstätte der Wiener Linien bis zu Führungen durch das Kraftwerk Simmering und die MVA Spittelau. Die Wiener Stadtwerke erwarten zehntausende Besucherinnen und Besucher.

Unterlagen und Bilder von der Pressekonferenz unter https://terabox.wienit.at/index.php/s/CnDrwaTHzoriLdb

Alle Infos unter www.70jahre.at

Informationen zu den Wiener Stadtwerken unter: www.wienerstadtwerke.at

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Mag. Stefan M. Fischer, Bakk.
Mediensprecher Stadträtin Mag. Ulli Sima
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Mag. Thomas Geiblinger - Konzernpressesprecher
Thomas-Klestil-Platz 13, 1030 Wien
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