Preiner: Regierungsparteien schieben Glyphosatverbot auf lange Bank

SPÖ-Agrarsprecher kritisiert „Ignoranz und Untätigkeit der Regierung“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner fordert einmal mehr ein sofortiges Glyphosatverbot. „Der Schutz unserer Gesundheit und Umwelt ist wichtiger als Gewinninteressen der Agrarkonzerne“, so Preiner, der in diesem Zusammenhang darauf verwies, das Glyphosat bereits im März 2015 als potenziell krebserregend eingestuft worden ist. „Besonders ärgerlich ist, dass dieser Antrag bereits fünf Mal durch die Regierungsparteien vertagt und damit auf die lange Bank geschoben worden ist“, kritisiert Preiner. ****

Die SPÖ fordert mit diesem Gesetzesantrag ein sofortiges Verbot des Inverkehrbringens von Pflanzenschutzmitteln, die den Wirkstoff Glyphosat beinhalten. „Seit Jahren mehren sich die Hinweise darauf, dass der Wirkstoff Glyphosat für Mensch und Tier gefährlich ist. So steht Glyphosat unter anderem in Verdacht, krebserregend zu sein und den Hormonhaushalt zu stören“, so Preiner und weiter: „Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt. Es wirkt systemisch, d.h. aufgenommen über die Blätter gelangt es in alle Bestandteile der Pflanze, in Blätter, Samen und Wurzeln“.

„Außerdem ist unser Trinkwasser in Gefahr. Vorsorgender Grundwasserschutz ist in Österreich besonders essenziell, da unser Trinkwasser aus Grundwasserreserven und Quellen gewonnen wird“, so Preiner. Auch eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes zeigt wie hochsensibel der Umgang mit Glyphosat in der Landwirtschaft erfolgen muss: https://tinyurl.com/y25xpoeb

Der SPÖ-Agrarsprecher kritisiert die Bundesregierung für „ihren nachlässigen Umgang mit der Gesundheit der Menschen und der Umwelt“. „Das Glyphosatverbot auf die lange Bank zu schieben ist eine unnötige und gefährliche Verzögerung, die den Menschen und die Umwelt gefährdet“, so Preiner und weiter: „Der Schutz unserer Gesundheit und Umwelt muss wichtiger sein als die Gewinninteressen der Agrarkonzerne“. Scharfe Kritik übt der SPÖ-Abgeordnete an der Regierung hinsichtlich der Diskussionsverweigerung zur GAP (Gemeinsamen Agrarpolitik): „Wieder einmal untergräbt die Ministerin, die kurzfristig sogar Parlamentspräsidentin war, eine adäquate parlamentarische Diskussion und Verhandlung über die so wichtige Gemeinsame Agrarpolitik. Viele Herausforderungen stehen an, allen voran die Neuausrichtung der Agrarförderungen“, so Preiner. (Schluss) mr/rm

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