Drei österreichische Ausnahme-Erfinder im Endspurt für den Europäischen Erfinderpreis 2019

Bundesminister Hofer und Patentamtspräsidentin Karepova gratulieren den Nominierten und fiebern der Verleihung in Wien entgegen

Wien (OTS) - Der Europäische Erfinderpreis ist eine Art Oscar für Erfinderinnen und Erfinder. Österreich hat eine tolle Erfolgsbilanz: In den letzten zehn Jahren waren österreichische Erfinder/innen 6-mal für den Preis nominiert – 3-mal durften sie als Gewinner heimgehen. Wie das Europäische Patentamt heute bekanntgab, sind diesmal gleich drei österreichische Erfinder nominiert: Klaus Feichtinger und Manfred Hackl für ihre Kunststoffrecycling-Technologie, die Plastikabfälle in hochwertige Kunststoffpellets verwandelt und Experimentalphysiker Maximilian Haider in der Kategorie „Lebenswerk“ für seine herausragenden Leistungen in der Elektronenmikroskopie.

Bundesminister Norbert Hofer: „Es freut mich sehr, dass Österreich nicht nur bei der Anzahl an Patenten, sondern auch bei der Qualität seiner Patente in der ersten Liga mitspielt. Denn wer forscht, entwickelt und erfindet, wie Klaus Feichtinger, Manfred Hackl und Maximilian Haider, der gestaltet und sichert die Zukunft.“

Patentamtspräsidentin Mariana Karepova: „Ich hoffe sehr, dass bei der diesjährigen Verleihung in Wien unsere österreichischen Erfinder dieses „Heimspiel“ gewinnen. Die Chancen stehen jedenfalls gut. Das Kunstsoffrecycling-Unternehmen haben wir bereits 2015 mit dem nationalen Erfinderpreis des Patentamtes ausgezeichnet. Wir am österreichischen Patentamt halten ganz fest die Daumen.“

Die beiden Erfinder und Unternehmer Klaus Feichtinger und Manfred Hackl haben mit ihrem Ansatz das Kunststoffrecycling revolutioniert: Ihre Technologie bereitet Abfälle zu hochwertigen Kunststoffpellets auf, die das Ausgangsmaterial für neue Produkte bilden. Ein Konzept, das darauf zielt, Abfall zu minimieren und Ressourcen immer wieder zu nutzen.

Maximilian Haider ist nominiert für die Entwicklung des weltweit ersten Korrektivsystems für Elektronenmikroskope, das zu den wichtigsten Forschungsinstrumenten in der modernen Wissenschaft und der Nanotechnologie gehört. Es handelt sich dabei um eine Art elektromagnetische Korrekturlinse für Elektronenstrahlen, die für schärfere Bilder sorgt. Damit ist es heute sogar möglich, einzelne Atome abzubilden.

Der europäische Erfinderpries ist eine der höchsten Auszeichnungen für Erfinder/innen und wird jährlich in den Kategorien Industrie, KMU, Forschung, außereuropäische Staaten und Lebenswerk vergeben. Zusätzlich zu den fünf Kategorien wird auch ein Publikumspreis vergeben, bei der jede und jeder mit abstimmen kann. Das Voting ist noch bis 16. Juni 2019 über die Website des Europäischen Patentamtes möglich. Der Preis wird jedes Jahr in einer anderen europäischen Hauptstadt vergeben. Heuer findet die Verleihung am 20. Juni 2019 in Wien statt.

Österreichische Erfinder/innen gewannen in den letzten Jahren wiederholt diese prestigeträchtige Auszeichnung. So ging 2017 der Preis an den Biochemiker Oliver Hayden für seinen Blutschnelltest für Malaria. 2015 gewann die Trophäe ein internationales Team von Elektrotechnikern rund um den Österreicher Franz Amtmann, das maßgeblich an der Entwicklung der Near Field Communication-Technologie (NFC) beteiligt war. 2013 bekam das Vorarlberger Unternehmen Blum für sein Dämpfungssystem für Möbelscharniere den Preis.

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