• 07.05.2019, 10:10:19
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ÖAMTC: Wie Destinationen gegen "Overtourism" ankämpfen – und welche Auswirkungen das für Reisende hat

Eintritt für Stadtbesuch, Strafen, digitale Orientierung – Reisevorbereitung wichtig

Utl.: Eintritt für Stadtbesuch, Strafen, digitale Orientierung –
Reisevorbereitung wichtig =

Wien (OTS) - Einige Sehenswürdigkeiten sind regelrechten
Tourismusmassen ausgesetzt. Viele Destinationen reagieren darauf und
versuchen, den "Overtourism" einzudämmen bzw. die Besucherströme
besser zu lenken. "Für Reisende ergeben sich daraus spezielle
Verhaltensregeln und teilweise Zusatzkosten. Um böse Überraschungen
zu vermeiden, sollte man sich daher vorab informieren", sagt
ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. Beispiel Venedig: Ein Besuch des
Stadtzentrums wird dort schon bald teurer. Ab September müssen
Tagestouristen Eintritt für die Lagunenstadt zahlen. "Der Preis liegt
zunächst bei drei Euro pro Person, ab 2020 verdoppelt sich der Preis
bereits. Besucher, die eine Übernachtung in der Stadt gebucht haben,
sind von der Zahlung jedoch befreit", weiß die Expertin des
Mobilitätsclubs. Ursprünglich war die Einführung der Tagesgebühr
bereits für Mai 2019 vorgesehen, wurde jedoch kurzfristig auf
September verschoben.

Sowohl Palma de Mallorca als auch Amsterdam reagieren auf die
vielen Partygäste, die den Anwohnern mit Lärm und Alkoholkonsum in
der Öffentlichkeit teils das Leben erschweren. Wer sich "daneben"
benimmt, muss ab sofort mit einer Strafe rechnen – in Palma sind
sogar 3.000 Euro möglich. In Amsterdam ist die Gebühr mittels
Kartenlesegerät direkt an Ort und Stelle zu zahlen.

Mallorcas Hauptstadt hat außerdem zur Steuerung größerer
Besucherströme, v.a. durch Kreuzfahrturlauber, kürzlich die App
"Welcome Palma" ins Leben gerufen. Diese liefert
Echtzeit-Informationen, in welchen Bereichen der Stadt es aktuell
überfüllt ist und wo man stattdessen entspannter gehen kann. Aber
auch in Österreich sind manche Städte vom Massentourismus geplagt –
so hat beispielsweise Hallstatt die Anzahl der erlaubten
Touristenbusse begrenzt.

Stressfreier Städtetrip – Tipps zum Ticketkauf ohne Warten

* "Richtige" Webseite: Am besten bucht man seine Tickets noch vor der
Reise direkt auf der Webseite der Sehenswürdigkeit. Aber Achtung: Es
gibt durchaus auch unseriöse Webseiten, die mit Ticket-Imitaten
locken. Keinesfalls sollte man auf vergünstigte Ticket-Angebote "auf
der Straße" eingehen. Auch bei diesen Lockangeboten handelt es sich
oftmals um Betrug.

* City Cards: "Um Warteschlangen zu umgehen, eignen sich City Cards,
die es für nahezu jede Metropole gibt. Reisende haben damit neben
'Vorrang' beim Zutritt zu vielen Sehenswürdigkeiten weitere Vorteile
– wie freien bzw. stark ermäßigten Eintritt in Museen und andere
Attraktionen. Oft gelten City Cards auch als Fahrschein für den
öffentlichen Nahverkehr", sagt ÖAMTC-Expertin Renner.

* Voranmeldung: Einige Attraktionen können ohne entsprechende
Voranmeldung gar nicht besucht werden. So ist z.B. für den Besuch der
Berliner Reichstagskuppel eine Anmeldung absolute Voraussetzung.

* Besuchszeitraum: Bei manchen Sehenswürdigkeiten ist es nötig, vorab
online bzw. per App einen Zeitslot für die Besichtigung zu buchen
(z.B. Sagrada Familia in Barcelona). "Wer zu spät kommt, erhält
keinen Eintritt mehr, geschweige denn eine Rückerstattung des
Ticketpreises", warnt die Expertin.

Vor Ort hilft die ÖAMTC Meine Reise App mit den jeweiligen
Öffnungszeiten und der Navigation zu den Sehenswürdigkeiten – dank
Kartenmaterial und Nahverkehrsplänen. Außerdem gibt es wichtige Infos
zur Destination, einen Audio-Sprachführer und eine Reisekassa,
Details unter www.oeamtc.at/meinereise.

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