„Hassrede ist keine freie Meinung“

Das Österreichische Komitee No Hate Speech erinnert an die Verantwortung der Medien, Hate Speech entgegen zu wirken, und präsentiert ein Materialienpaket für Pädagog_innen

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit verweist das No Hate Speech Komitee darauf, dass Meinungsfreiheit und Pressefreiheit demokratische Grundrechte sind: „Ohne sie gibt es keine politische Debatte, keine freie Religionsausübung, keine freie Kunst.

Meinungsfreit hat Grenzen

Doch wo sind die Grenzen der Meinungsfreiheit? „Meinungsfreiheit endet dort, wo andere Menschen öffentlich herabgewürdigt, beschimpft und beleidigt werden“, hält das No Hate Speech Komitee fest. „Von Hassrede sind marginalisierte Gruppen besonders betroffen: Lesben, Schwule, Menschen mit Behinderung, Flüchtlinge, Muslime und Musliminnen, Juden und Jüdinnen. Gegen Hate Speech aufzutreten, heißt auch, gegen Diskriminierung aufzutreten“, so das Komitee.

In diesem Zusammenhang verweist das Komitee auf die Verantwortung der Medien für eine respektvolle, ausgewogene Berichterstattung. „Die Medien sind auch dazu aufgerufen, herabwürdigende und abwertende Kommentare in ihren Online-Foren nicht zu dulden“, so das Nationale Komitee No Hate Speech.

Materialienpaket für die pädagogische Arbeit

Aufklärung, Sensibilisierung, Menschenrechtsbildung und die Förderung von Medienkompetenz sind wichtige Komponenten, um Hate Speech entgegen zu wirken. Das Nationale Komitee No Hate Speech hat im Rahmen der „Aktionstage Politische Bildung“ ein Materialienpaket erstellt, das Pädagog_innen einen Überblick über Materialien und Initiativen zum Thema Hate Speech bietet. Es beinhaltet neben einer Liste mit Workshop-Angeboten für Jugendliche und Hinweisen zu relevanten Onlineplattformen auch gedruckte Materialien wie Flyer, Ratgeber, Broschüren und Handbücher für die pädagogische Arbeit.

Das No Hate Speech Komitee

Das Nationale Komitee No Hate Speech will für das Thema Hassreden im Netz sensibilisieren sowie Ursachen und Kontexte thematisieren, um der Akzeptanz von Hassreden entgegen zu wirken und somit Rassismus, Sexismus und Diskriminierung im Netz zu bekämpfen. Jugendliche sollen in ihrem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte gestärkt und Aktionen gegen Hate Speech im Netz gebündelt werden. Derzeit sind 32 Mitglieder im Komitee vertreten. Das Komitee entstand aufgrund einer Initiative des Europarates.(www.nohatespeech.at)

Der Europarat feiert am 5. Mai das 70-Jahr-Jubiläum seiner Gründung. Im Zentrum seiner Tätigkeiten stehen die Sicherung demokratischer Grundsätze und rechtsstaatlicher Grundprinzipien sowie die Wahrung der Menschenrechte.

Bestellmöglichkeit für Materialienpaket:
https://www.politik-lernen.at/atpb19_materialienpaket

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Verena Fabris
Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
Mail: verena.fabris@boja.at
Tel: 0660-6338944
https://www.nohatespeech.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BOJ0001