Gewerkschaft vida: Pflegekräfte-Import aus Vietnam löst keine Probleme

vida-Mjka: „Pflegeberuf für heimische ArbeitnehmerInnen endlich attraktiver machen“

Wien (OTS) - „Statt die Probleme im Pflegebereich an den Wurzeln anzupacken und zu verbessern, will Niederösterreich jetzt sogar Pflegekräfte aus Südostasien zu uns karren, um Personallücken zu stopfen“, kritisiert Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida. Wir brauchen ohne Zweifel mehr qualifizierte Fachkräfte. Diese müssen wir aber in erster Linie in unserem Land suchen und ausbilden, unterstreicht Mjka. „Wenn Pflegeeinrichtungen nach Fachkräften aus dem Ausland rufen, kann es nur eine Antwort geben: Wir müssen in Österreich qualitativ ausbilden, ausbilden, ausbilden!“

Attraktivität in Sozialberufen deutlich heben

Statt über Arbeitskräftemangel zu klagen, sollten lieber konkrete Schritte unternommen werden, um den Pflegeberuf interessanter und attraktiver zu machen, unterstreicht auch Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste in der Gewerkschaft vida: „Dazu gehören auch speziell angepasste und finanzierte Ausbildungen für QuereinsteigerInnen. Zudem muss es für alle höhere Einkommen geben. Die ArbeitnehmerInnen haben es sich verdient, für die physisch und psychisch belastende Tätigkeit fair entlohnt zu werden.“

Richtige Weichen stellen

Um unser Pflegesystem für die Zukunft abzusichern, brauchen wir dringend verbesserte Rahmenbedingungen, betonen die beiden Gewerkschafter abschließend: „Mehr finanzielle Mittel, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und mehr Wertschätzung für die Arbeit des Pflegepersonals sind die drei wesentlichen Voraussetzungen, um mit motiviertem Betreuungspersonal eine gute Pflege für alle zu ermöglichen.“

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