- 26.04.2019, 14:28:23
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Impfen: Mit gutem Gefühl eine Entscheidung treffen
Projekt „Stärkung der Gesundheitskompetenz“ in Bezug auf Kinderimpfungen vorgestellt
Utl.: Projekt „Stärkung der Gesundheitskompetenz“ in Bezug auf
Kinderimpfungen vorgestellt =
Bregenz (OTS) - Ein neues Projekt zur Stärkung der
Gesundheitskompetenz soll gute Impfinformationen zur besseren
Entscheidung gerade für Eltern bieten. Damit soll der steigenden
Impfskepsis entgegengetreten werden, betonte Gesundheitslandesrat
Christian Bernhard bei der heutigen (Freitag) Vorstellung im
Landhaus: „Wir wollen überzeugen, nicht überreden.“
Es ist nicht immer einfach, sich für oder gegen eine Impfung zu
entscheiden, besonders dann, wenn es um unsere Kleinsten geht. Viele
Eltern vertrauen bei den vier Kleinkinderimpfungen einfach auf den
nationalen Impfplan. Andere wollen sich lieber ganz genau
informieren. Dann wird es schnell schwierig und emotional: Denn oft
widersprechen sich die Informationen zum Thema Impfen. Kein Wunder
also, dass Eltern, die mehr wissen wollen, eher verunsichert sind, so
die Studienlage.
Einzigartiges Modellprojekt
In Vorarlberg entwickelt die aks gesundheit gemeinsam mit Eltern
und namhaften Universitäten gut verständliche, unabhängige und
qualitätsgesicherte Impfentscheidungshilfen – Landesrat Bernhard: „Es
ist wichtig, dass auf die Ängste und Sorgen der Menschen in Bezug auf
Impfungen eingegangen wird. Ich setze dabei auf fundierte, gute
Aufklärung. Genau hier setzt das Projekt an.“ In den kommenden drei
Jahren werden gemeinsam mit Müttern, Vätern und renommierten
Universitäten interessensunabhängige Entscheidungshilfen entwickelt.
„Das wissenschaftliche Interesse am Projekt ist groß, da es den
vielversprechenden Ansatz verfolgt, Eltern in ihrer individuellen
Entscheidung ernst zu nehmen und zu unterstützen“, so Kristin Ganahl,
wissenschaftliche Leiterin des aks, die gemeinsam mit ihrer Kollegin
Marlene Brettenhofer das Konzept entwickelt hat.
Infektionskrankheiten auf dem Vormarsch
Infektionskrankheiten wie Masern, Keuchhusten oder Diphtherie, die
häufig als Kinderkrankheiten verharmlost würden, seien auch in
Österreich wieder auf dem Vormarsch, betonte Landesanitätsdirektor
Wolfgang Grabher: „Generell wird das Impfprogramm in Vorarlberg gut
angenommen. Die Durchimpfungsraten sind immer noch recht gut, wobei
sich zeigt, dass Zweit- und Wiederholungsimpfungen deutlich
schlechter angenommen werden. Um Masernkleinepidemien, wie wir sie
derzeit in ganz Österreich haben, zu verhindern, müssten über 95
Prozent aller Menschen gegen Masern geimpft sein. Davon sind wir weit
entfernt.“ Österreichweit liegt die Durchimpfungsrate bei der 1.
Teilimpfung bei 95 Prozent (das entspricht der Zielvorgabe), bei der
2. Teilimpfung aber nur noch bei 81 Prozent.
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