- 25.04.2019, 14:48:11
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Schönborn zur "Casa Austria": Israel-Pilgern ein Zuhause bieten
Wiener Erzbischof segnet Zubau zum Österreichischen Hospiz in Jerusalem - In heiliger Stadt dreier Religionen "Alltag im Sinne eines Miteinanders leben"
Utl.: Wiener Erzbischof segnet Zubau zum Österreichischen Hospiz in
Jerusalem - In heiliger Stadt dreier Religionen "Alltag im
Sinne eines Miteinanders leben" =
Jerusalem (KAP) - Die "Casa Austria", der neue Zubau zum
"Österreichischen Pilger-Hospiz zur Heiligen Familie" an der Via
Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt, steht laut Kardinal Christoph
Schönborn in Kontinuität zu dem, was seit mehr als 150 Jahren im
Hospiz geschieht - nämlich dass Pilger im Heiligen Land dort eine
Anlaufstelle, ja ein "Zuhause" haben. Das sei das Anliegen Kaiser
Franz Josephs I. bei der Gründung gewesen und bis heute Auftrag,
sagte der Wiener Erzbischof in seiner Funktion als Protektor des
Hospizes am Donnerstag in Jerusalem, wo er die "Casa Austria"
segnete.
Der Kardinal hob im Interview mit der katholischen Presseagentur
"Kathpress" die Bedeutung des Hospizes als Integrationsstätte an der
Schnittstelle dreier Religionen im Heiligen Land hervor. Diese
geschehe schon allein durch Arbeitsplätze im Haus, die ebenso Muslime
aus der Altstadt wie auch christliche Palästinenser einnähmen. Die
Rektoren des Hospizes, bis hin zum heutigen Leiter Markus Bugnyar,
hätten sich zugleich immer bemüht, ein offenes Haus nicht nur für
Pilger, sondern auch eine Begegnungsstätte zwischen den Religionen zu
sein. Als "Highlight" und Anziehungspunkt gerade für Israelis mit
Österreichbezug bezeichnete Schönborn das im Hospiz geführte Wiener
Kaffeehaus.
Zum seit Jahrzehnten schwelenden und immer wieder neu aufflammenden
Nahost-Konflikt meinte der Kardinal, er wisse dafür keine Lösung,
"niemand hat eine Lösung". Jerusalem nachhaltig zu befrieden und zum
Ort von Begegnung und Miteinanders zu machen, gelinge in vieler
Hinsicht nicht, bedauerte der Erzbischof. Aber es gelte auch positive
Schritte in diese Richtung nicht zu übersehen. Das Hospiz sei einer
der Schauplätze dafür, "und darum dürfen wir ihm viel Segen und viele
gute Jahre wünschen", so Schönborn.
Mit dem Ausbau für knapp 3,5 Millionen Euro wurden 12 neue
Gästezimmer und einige weitere Räumlichkeiten geschaffen. Das Hospiz
selber hat 800.000 Euro aufgebracht; 1,35 Millionen Euro steuern die
Diözesen der katholischen Kirche in Österreich bei; von den
Bundesländern kamen Förderungen von insgesamt 675.000 Euro, dieselbe
Summe schoss auch der Bund zu. Der Kardinal dankte für die
Unterstützung und bat um weitere Hilfe: Mit der notwendigen
Generalsanierung des Altbaus stehe ein weiterer "großer Brocken"
bevor.
((forts. mgl.)) RME/JMO/PWU
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