AK erkämpft Berufsunfähigkeitspension

Wien (OTS) - Zuerst die Diagnose Darmkrebs, dann andauernde massive gesundheitliche Probleme nach einer schweren Operation und zuletzt noch die Arbeitslosigkeit durch den Konkurs der Firma. All diese Schicksalsschläge führten bei einem gelernten Stahlbauschlosser zu massiven psychischen Belastungen. Aufgrund dieser Umstände wurde Herrn L. von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) ein Rehabilitationsgeld gewährt, das ihm aber später mit der Begründung, dass nicht länger eine Berufsunfähigkeit bestünde, wieder entzogen wurde. L. suchte Rat in der AK Wien. Die Sozialversicherungs-ExpertInnen der AK klagten gegen die Entziehung und gewannen vor dem Arbeits- und Sozialgericht. Herr L. erhält jetzt sogar eine Berufsunfähigkeitspension.

Der 55-jährige, gelernte Stahlbauschlosser Herr L. war seit 2002 bei ein und derselben Firma als Betriebsleiter beschäftigt. Im Jänner 2016 musste sich L. nach einer vorangegangenen Krebsdiagnose einer Operation unterziehen. Zu allem Überfluss wurde L. im März 2016 arbeitslos, da sein langjähriger Arbeitgeber zu dieser Zeit Konkurs anmelden musste. Herr L. hatte auch noch nach seiner Operation massive gesundheitliche Probleme, die bis heute andauern. Aufgrund der Belastung durch die Folgen seiner Darmkrebserkrankung und seines Jobverlustes kam schließlich noch eine psychische Erkrankung hinzu. Aufgrund dieser Umstände wurde Herrn L von der PVA Rehabilitationsgeld gewährt. Dieses wurde ihm aber im Juli 2018 nach einer neuerlichen Begutachtung durch die PVA mit der Begründung entzogen, dass keine Berufsunfähigkeit mehr vorliege. Herr L. suchte daraufhin die Beratung der Sozialversicherungsabteilung der AK Wien auf. Die AK ExpertInnen waren der Ansicht, dass die Entziehung zu Unrecht erfolgte und klagten vor dem Arbeits- und Sozialgericht.

Im Gerichtsverfahren stellte sich dann sogar heraus, dass der Gesundheitszustand des Herrn L so gravierend schlecht war, dass eine dauernde Berufsunfähigkeit vorlag. Herr L. erhält nun aufgrund des Urteiles des Arbeits- und Sozialgerichtes zukünftig eine Berufsunfähigkeitspension.

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