- 18.04.2019, 09:10:58
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ANSCHOBER: Wie in Mochovce - Risikoproblem durch veraltete Atomkraftwerke in ganz Europa immer dramatischer
Expert/innenkonferenz am 8. Mai in Linz, im November Anschober-Initiative im Europaparlament
Utl.: Expert/innenkonferenz am 8. Mai in Linz, im November
Anschober-Initiative im Europaparlament =
Linz (OTS) - Das Beispiel Mochovce warnt: Ein Reaktor mit Baubeginn
im Jahr 1985 mit dramatischen Sicherheitsrisiken. Es braucht noch
mehr Konsequenz für die Forderung nach einem Baustopp und einer
unabhängigen internationalen Sicherheitsprüfung. Umweltministerin
Köstinger ist aufgefordert, europaweit Verbündete für dieses wichtige
Ziel zu finden. Das Problem veralteter und damit hochriskanter
Atomkraftwerke zieht sich aber durch halb Europa: Das
Durchschnittsalter der AKWs in der EU steigt kontinuierlich, die
Altersstruktur zeigt, dass 72 Prozent – 90 der 125 Reaktoren –
bereits seit 31 und mehr Jahren in Betrieb sind.
Der erste Zwischenbericht der von Anschobers „Allianz der Regionen
für einen europaweiten Atomausstieg“ in Auftrag gegebenen Studie
zeigt, dass diese geplanten und teilweise bereits umgesetzten
Laufzeitverlängerungen bei AKWs mit dem Effekt eines immer älteren
Atomkraftwerkparks - Durchschnittsalter liegt bereits jetzt bei 33,4
- ein wachsendes Sicherheitsproblem wird:
- die alten Atomkraftwerke wären heute nicht mehr genehmigungsfähig
- das Sicherheitsrisiko steigt durch das zunehmende Alter der
Reaktoren signifikant an und die Genehmigungsverfahren für eine
längere Laufzeit sind völlig intransparent
Anschober lädt daher für den 8. Mai Fachexpert/innen aus ganz Europa
zu einer Konferenz mit dem Titel: „LAUFZEIT.VERLÄNGERT.GEFAHR“ nach
Linz: www.nec2019.eu/de/
Die Keynote zur Veranstaltung wird der langjährige Leiter der
deutschen Atomaufsichtsbehörde Prof. Dr. Wolfgang Renneberg halten.
Anschober: „Mein Ziel ist es, das Expert/innenwissen zu vernetzen und
zusammenzuführen, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu stärken
und starken politischen Druck zu entwickeln.“ Im Herbst wird die
Studie zu „Risiko von Laufzeitverlängerungen alter AKW“
fertiggestellt und von Anschober dann im Europaparlament und bei der
EU-Kommission präsentiert.
„Meine Ziele sind klar: Wir brauchen grenzüberschreitende
UVP-Verfahren auch bei Anträgen auf Laufzeitverlängerung – damit
Transparenz gegeben ist und kritische Punkte zur Sicherheit der
Anlagen behandelt werden - und eine Obergrenze für die Betriebszeit
von AKWs von maximal 40 Jahren“, sagt Anschober.
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